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Rezension: Hinter den Laboren

Den Hinweis „Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig.“ suchen Sie in diesem Buch vergeblich. Die Nähe zu bekannten Skandalen macht den Reiz von „Hinter den Laboren“ aus. Wer sich in den vergangenen zehn, fünfzehn Jahren in der Gentechnik-kritischen Bewegung Deutschlands getummelt hat, wird in Jörg Bergstedts Roman Vieles (wieder-)entdecken. Das hat dem Rezensenten oft großen Spaß bereitet. Ein interessanter, in weiten Teilen gelungener Versuch verdient Erwähnung: Bergstedt hat mit Unterstützung „mehrere[r] Personen unterschiedlicher Geschlechtszuweisung“ eine geschlechterrollenfreie Sprache entwickelt; mit neuen Wortformen, Artikeln und anderem. Die vielleicht spannendste Frage, die am Ende offen bleibt, ist: Wo bekomme ich die Liste mit den Auflösungen welcher reale Name sich hinter welchem Namen im Roman verbirgt?

Christof Potthof

➤ Jörg Bergstedt: Hinter den Laboren. Roman, SeitenHieb-Verlag (2015), 298 Seiten plus Glossar, 10 Euro, ISBN 978-3-86747-056-8.

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Februar 2016
S. 48