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Materialien

Studie neue Gentechnikverfahren

In einem aktuellen Bericht gibt Testbiotech einen Überblick über die Risiken und Probleme der Anwendung der neuen Gentechnikverfahren wie CRISPR und zeigt, warum die neue Gentechnik mit besonderer Vorsicht behandelt werden muss. Zentrale Aspekte sind dabei die Ziele der Anwender, die Fehleranfälligkeit der Verfahren, Probleme beim Tierschutz, aktuelle Patentanmeldungen, Folgen für die biologische Vielfalt und die Notwendigkeit einer umfassenden Regulierung.

➤ Die Studie „Synthetische Gentechnik und CRISPR-Cas - die Risiken im Überblick“ steht hier zum Download bereit: www.testbiotech.org/node/1945.

 

Britische Studie zu Bluttest

Das Nuffield Council on Bioethics, ein Äquivalent zum Deutschen Ethikrat, hat Anfang März eine Studie veröffentlicht, die das ab Anfang nächsten Jahres geplante Zweitscreening auf Trisomie 21 mittels nicht-invasivem Bluttest (NIPT) empfiehlt. NIPT sollte aber nicht für „weniger signifikante“ Behinderungen, spätmanifestierende Krankheiten oder das Geschlecht eingesetzt werden. Der Rat appelliert an die Regierung, Maßnahmen zu ergreifen, die private Anbieter davon abhalten, das Geschlecht des Fötus mitzuteilen und ein Moratorium zu verhängen, um die Sequenzierung des fötalen Gesamtgenoms zu verhindern.

➤ Die 170 Seiten lange Studie kann unter www.nuffieldbioethics.org/project/non-invasive-prenatal-testing/findings heruntergeladen werden. Verfügbar sind auch eine Kurzversion von 20 Seiten, eine Version in einfacher Sprache und eine zweiseitige Zusammenfassung.

 

Agrobusiness in Paraguay

Mehr denn je wird Paraguay vom Agrobusiness beherrscht. Für die kleinbäuerlichen, indigenen ProduzentInnen, aber auch für die Umwelt sind die Folgen verheerend. Monsanto ist einer der wichtigsten Akteure im Land, dessen Einfluss sich weit über die Ausgestaltung des eigenen Geschäftsmodells bis in die Politik auswirkt. Miguel Lovera, ehemaliger Leiter der Behörde für Pflanzenschutz und Saatgut unter dem vorherigen Präsidenten Lugo, erläutert die Rolle, die der Konzern in dem südamerikanischen Land spielt (siehe auch in diesem Heft S. 37 [Artikel Monsanto-Tribunal]).

➤ Rosa-Luxemburg-Stiftung, April 2017: Im Würgegriff des Agrobusiness. Zur Rolle Monsantos in Paraguay. Standpunkte 7/2017. Download unter www.rosalux.de oder www.kurzlink.de/gid241_y.

 

Zeitungsbeilage „BaySanto“

Das vierseitige Dossier von INKOTA, Brot für die Welt, FIAN, Forum Umwelt & Entwicklung und MISEREOR problematisiert die aktuelle Fusionswelle von Agrar- und Chemiekonzernen, zeigt die fatalen Folgen für das Menschenrecht auf Nahrung und die Rechte von Kleinbauern und -bäuerinnen, vor allem im globalen Süden und verdeutlicht die schädlichen Auswirkungen eines steigenden Pestizideinsatzes auf Biodiversität und menschliche Gesundheit.

➤ Das Dossier ist zum Download verfügbar und kann gratis bestellt werden unter: www.webshop.inkota.de/node/1496.

 

Krankenhaus statt Fabrik

Eine Faktenzusammenstellung gegen die Kommerzialisierung des Gesundheitswesens hat das Bündnis Krankenhaus statt Fabrik bereitgestellt. Es tritt ein für die bedarfsgerechte Finanzierung von Krankenhäusern und ihres Personals.

➤ Die gedruckte Fassung kann beim Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte (VdÄÄ) bestellt werden oder unter www.krankenhaus-statt-fabrik.de heruntergeladen werden.

 

Bericht zu Glyphosat und Krebsrisiko

Der Ende März veröffentlichte Bericht „Glyphosat und Krebs: Gekaufte Wissenschaft“ zeigt, wie Monsanto und andere Glyphosat-Hersteller wissenschaftliche Belege zu Gesundheitsgefahren des Unkrautvernichters manipuliert haben, um ein Verbot des Wirkstoffs in der EU zu verhindern.

➤ Englisch mit deutscher Zusammenfassung, Download unter www.umweltinstitut.org oder www.kurzlink.de/gid241_f.

 

Innovationen im Ökolandbau

Wie entstehen Innovationen? Welche technologischen Innovationen sind im Ökolandbau nötig, und welche sind möglich? Wie weit dürfen sie gehen und ab welchem Punkt sind sie nicht mehr mit den Prinzipien der ökologischen Landwirtschaft vereinbar? Diesen Fragen widmet sich die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Ökologie und Landbau. Deutlich wird: Eine Erfindung ist noch keine Innovation. Und neben technologischen Innovationen müssen auch soziale Innovationen, wie beispielsweise Modelle der solidarischen Landwirtschaft, oder Systemansätze wie die ökologische Sortenzüchtung oder innovative Anbausysteme in das Blickfeld rücken. Die neuen gentechnischen Verfahren werden übrigens nicht aufgegriffen.

➤ Inhalt, Bestellung und Leseproben unter www.oekom.de/zeitschriften/oekologie-landbau.html. Ein Einzelheft kostet 10,20 Euro (versandkostenfrei).

 

Globale Landwirtschaft: Schulmaterialien

Die AgrarKoordination hat die Arbeitshefte ihres Jugendbildungsprojekts Biopoli überarbeitet. Eines der Hefte widmet sich explizit der Gentechnik in der Landwirtschaft, zwei weitere thematisieren die EU-Agrarpolitik, den Weltagrarhandel sowie die Agrobiodiversität. Sie eignen sich für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 25 Jahren.

➤ Biopoli Arbeitsheft: Gentechnik in der Landwirtschaft. Inklusive Arbeitsaufgaben, Aktionsideen, Links, Literatur und Filmtipps. 28 Seiten, 2016, 7 Euro. Mehr Infos und Bestellung im Shop der AgrarKoordination unter www.agrarkoordination.de.

 

Integrität fördern

Die Nationale Wissenschaftsakademie der USA hat sich der Forschungsfälschung und schädlicher Forschungspraxen angenommen und einen Bericht mit Empfehlungen veröffentlicht. Die AutorInnen identifizieren neben mutwilliger Fälschung auch irreführende statistische Analysen, „Ehren“-AutorInnenschaft ohne Beitrag zu Publikationen und Datengeheimhaltung als ernstzunehmende Probleme für den Wissenschaftsbetrieb. Das ExpertInnenkomitee empfiehlt unter anderem die Einrichtung eines unabhängigen „Forschungsintegritätsgremiums“.

➤ U.S. National Academy of Sciences Report: Fostering Integrity in Research, 2017, englisch, kostenloser Download unter www.nap.edu/catalog/21896/fostering-integrity-in-research.

 

Umweltbewusstseinsstudie

Die alle zwei Jahre durchgeführte Studie des Bundesumweltministeriums zeigt, dass die große Mehrheit der Bevölkerung eine sozial gerechte und ökonomisch vernünftige Umweltpolitik für wichtig hält. Immerhin 61 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Marktmechanismen nicht ausreichend seien, um die dafür erforderlichen Veränderungen umzusetzen.

➤ Die Studie findet sich auf der Seite des Ministeriums zum Download, dort gibt es auch ein zehnseitiges Fact Sheet: www.bmub.bund.de oder www.kurzlink.de/gid241_g.

241
Mai 2017
S. 45