Anbau

Soja, Mais, Raps und Baumwolle - das sind die Nutzpflanzen, die das Gros der gentechnisch veränderten Pflanzen weltweit ausmachen. Die wichtigsten Eigenschaften, die mit der Gentechnik übertragen wurden, sind Toleranzen gegenüber einem oder mehreren Herbiziden oder die Fähigkeit zur Produktion von Insektengiften.

Mit der Verwendung der Herbizid-toleranten Pflanzen ist der Einsatz der entsprechenden Gifte obligatorisch geworden und massiv angestiegen. Die Vergiftung weiter Teile Südamerikas ist nur eine Folge. Die von den Pflanzen produzierten Insektengifte können auch Nützlinge treffen.

In der EU findet bis heute fast kein kommerzieller Anbau von gv-Pflanzen statt. Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich dafür ein, dass das auch in Zukunft so bleibt. Darüber hinaus fordern wir, den Import von gv-Pflanzen zur Verwendung als Futtermittel in der EU zu stoppen und Landwirtschaftsmodelle, die auf Gentechnik und Patente setzen, durch agrarökologische Anbaumethoden, Saatgut- und Ernährungssouveränität zu ersetzen.

Beiträge zu diesem Thema

  • Transgene Pflanzen auf Afrikas Feldern

    Von African Centre for Biodiversity , 26. Mai 2017

    Auf dem afrikanischen Kontinent gibt es starken politischen Druck für die Nutzung gentechnisch veränderter Pflanzen. Auf den Feldern wachsen immer mehr davon.

  • Kein neues Gesetz besser als ein schlechtes?

    Von Christof Potthof , 16. Februar 2017

    Eine Anhörung zum Gentechnikgesetz zeigt, dass die Bundesregierung trotz vorliegendem Entwurf gespalten ist. Das Ende des Verfahrens ist weitgehend offen - aktuell sieht es nicht nach einer Einigung vor der Bundestagswahl aus.

    (pdf)

  • Illegal angebauter MON810

    Von Christof Potthof , 16. Februar 2017

    Der Anbau von gentechnisch verändertem Mais in Spanien ist vermutlich illegal. In einem neuen Rechtsgutachten werden starke Argumente aufgefahren, die sich auch auf verschiedene aktuelle Zulassungsverfahren auswirken könnten.

    (pdf)

  • Neuer Gen-ethischer Informationsdienst: Umstrittener Weizen (GID 239, Dezember 2016)

    (Berlin, 19. Januar 2017) Die Redaktion des Gen-ethischen Informationsdienst wünscht zum neuen Jahr alles Gute!

    Wegen der Feier- und Ferientage kommt die Ankündigung der aktuellen Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienst (GID) etwas verzögert. Wir hoffen, dass wir mit den in diesem Heft angesprochenen Themen Ihr Interesse wecken können.

    Im Zentrum des Schwerpunktes steht in dieser Ausgabe der Weizen.

     

    Entwicklungen vom Teller zum Feld - Umstrittener Weizen

     

  • Rezension: Saatgut

    12. September 2016