Risikodebatte und Risikomanagement

Bei den Debatten über Zulassung oder Verbot einzelner gentechnisch veränderter Organismen (GVO) geht es im Wesentlichen um die Risiken für Umwelt und Gesundheit, die mit dem Anbau und dem Verzehr der Pflanzen verbunden sind. Untersuchungen zeigen regelmäßig, dass gentechnisch veränderte Futtermittel negative Auswirkungen auf die Tiergesundheit haben.

Das System, mit dem GVO untersucht werden, muss weiterentwickelt werden. Sogenannte Cocktaileffekte werden bislang nicht ausreichend berücksichtigt. Unabhängige Untersuchungen der GVO können nur sichergestellt werden, wenn das Untersuchungsmaterial allen WissenschaftlerInnen zur Verfügung gestellt wird.

Beiträge zu diesem Thema

  • Kein neues Gesetz besser als ein schlechtes?

    Von Christof Potthof , 16. Februar 2017

    Eine Anhörung zum Gentechnikgesetz zeigt, dass die Bundesregierung trotz vorliegendem Entwurf gespalten ist. Das Ende des Verfahrens ist weitgehend offen - aktuell sieht es nicht nach einer Einigung vor der Bundestagswahl aus.

    (pdf)

  • Illegal angebauter MON810

    Von Christof Potthof , 16. Februar 2017

    Der Anbau von gentechnisch verändertem Mais in Spanien ist vermutlich illegal. In einem neuen Rechtsgutachten werden starke Argumente aufgefahren, die sich auch auf verschiedene aktuelle Zulassungsverfahren auswirken könnten.

    (pdf)

  • Entwurf für Gentechnikgesetz

    Von Christof Potthof , 9. Januar 2017

    Über den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen nicht in Brüssel, sondern in den EU-Mitgliedstaaten zu entscheiden, ist eine langjährige Forderung der gentechnikkritischen Bewegung. Die Bundesregierung gefährdet mit ihrem Entwurf das Erreichen diese Ziels.

  • Illegaler Weizen

    Von Anne Bundschuh , 9. Januar 2017

    22 Weizenpflanzen können ausreichen, um den Handel mit dem global drittwichtigsten Getreide vorübergehend einzuschränken. Zumindest dann, wenn es sich um Pflanzen einer gentechnisch veränderten (gv) Weizensorte handelt, die dort auftauchen, wo sie nicht auftauchen dürften. So geschehen im Nordwesten der USA - mal wieder.

  • EU-Risikoabschätzung lässt Wünsche offen

    Von Andreas Bauer-Panskus Christoph Then , 7. November 2016

    Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA und ForscherInnen in EU-geförderten Projekten plädieren für eine Lockerung der Risikoabschätzung gentechnisch veränderter Pflanzen. Testbiotech zeigt die Schwächen des aktuellen Systems und tritt für eine striktere Regulierung ein.

    (pdf)