Wissenschaftskritik

Wissenschaft wird von Seiten staatlicher Forschungspolitik seit Jahrzehnten als Ausgangspunkt ökonomischen Wachstums betrachtet. Die Förderpolitik zielt in erster Linie auf die Entwicklung ökonomischer Potenziale und vermarktbarer Produkte. Die kooperierende Industrie ist jedoch kein neutraler Partner, sondern beeinflusst - wie viele Studien belegen - oftmals das Ergebnis der von ihr finanzierten Forschung und die Publikation der Ergebnisse.

Durch diese zunehmende Ökonomisierung stehen auch Grundlagenforscher*innen unter dem Druck, spektakuläre Ergebnisse zu produzieren und zu vermarkten. Die Kommunikationsabteilungen wissenschaftlicher Institute tun das Ihre, um mediale Hypes und uneinlösbare Versprechen zu erzeugen. Kein Wunder also, dass Studien immer wieder zeigen, dass ein großer Teil der Forschungsergebnisse nicht reproduzierbar ist.

Beiträge zu diesem Thema

  • GID-Ausgabe
    250
    vom August 2019

    Kritische Wissenschaft – Forschen, Reflektieren, Diskutieren

    Dieser Schwerpunkt der 250. Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienstes (GID) beschäftigt sich mit Fragen, die den Verein, die Redaktion und sicherlich auch viele Mitglieder und Leser*innen immer wieder umtreiben: Was ermöglicht, was verunmöglicht kritische Forschung? Wie wird mit für Manche*n unliebsamen Ergebnissen umgegangen? Woher kommen die Mittel, um auch unangenehme Fragen anzugehen? Wie kann kritische Forschung in Gesellschaftsveränderung umgesetzt werden?

  • Gentechnik-Ablehnung und tatsächliches Wissen

    Von
    Isabelle Bartram , 14. August 2019

    Wissenschaftler*innen forschten über Gentechnik-Gegner*innen in den USA, in Deutschland und in Frankreich. Sie konnten ihre Vorannahme bestätigen, dass Menschen die gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnen, einfach nur zu wenig darüber wissen – oder?

  • Erschwerte Zugänge

    Interview mit
    Heike Mauer , 12. August 2019

    Wer forscht und lehrt, hat Einfluss darauf, was geforscht und gelehrt wird. Das deutsche akademische System übt großen Druck auf die dort Beschäftigten aus, was kritische Wissenschaft erschwert. Interview mit Heike Mauer.

  • Im Subtilen liegt das Problem

    Von
    Manuela Bauche , 12. August 2019

    Kritische Wissenschaft heißt, den Blick für kleinteilige Nachwirkungen von Rassismus und Entmenschlichung zu schärfen. Ein Blick in die Geschichte des Kaiser-Wilhelm-Institutes in Berlin-Dahlem zeigt, dass nicht nur dessen NS-Vergangenheit problematisch ist.

  • Kritische Wissenschaft

    Von
    Kirsten Achtelik , 12. August 2019

    Dieser Schwerpunkt der 250. Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienstes (GID) beschäftigt sich mit Fragen, die den Verein, die Redaktion und sicherlich auch viele Mitglieder und Leser*innen immer wieder umtreiben: Was ermöglicht, was verunmöglicht kritische Forschung? Wie wird mit für Manche*n unliebsamen Ergebnissen umgegangen? Woher kommen die Mittel, um auch unangenehme Fragen anzugehen? Wie kann kritische Forschung in Gesellschaftsveränderung umgesetzt werden?