Editorial

Es gab Unruhe in Teilen der GID-Redaktion. Grund dafür waren die Ergebnisse einer Forschungsarbeit: Gentechnikkritiker*innen sollen umso stärker in ihrer Ablehnung der Gentechnik sein, je weniger sie sich in der Materie auskennen. So die aktuelle Nachricht. Diskreditieren wir uns nicht selbst, wenn wir das ins Heft nehmen? Hinzu kam, dass die Nachricht erst kurz vor Redaktionsschluss bei uns eintraf. So war klar, eine detaillierte Analyse der zugehörigen Originalpublikation mit dem ergänzend bereitgestellten Daten- und Methodenmaterial wäre in der Kürze der Zeit nicht zu leisten. Die entsprechende Notiz finden Sie nun in diesem Heft1, wir werden die ganze Geschichte aber nochmals prüfen. Das Ergebnis der Forschungsarbeit ist allerdings nach unserem Verständnis nicht, dass jegliche Gentechnikkritik obsolet ist. In diesem Sinne haben wir uns auch an die Produktion der aktuellen Ausgabe gemacht. Im Schwerpunkt geht es zum Beispiel um die Präzisionsmedizin, von der in vielen Medienberichten, wie auch von Seiten großer Teile der Wissenschaft, ein eindeutig positives Bild gezeichnet wird. Wir schauen – mal wieder – was aus den Versprechungen geworden ist.

Eine interessante Lektüre wünscht
die GID-Redaktion

GID-Redaktion

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Erschienen in
GID-Ausgabe
248
vom Februar 2019
Seite 2