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Cholesterinspiegel
August 2005

Probleme mit einem erhöhten Cholesterinspiegel sollen stärker von der genetischen Veranlagung abhängen als von der Lebensweise. Dies wollen US-amerikanische Forscher um Paul Williams vom Lawrence Berkeley National Laboratory jedenfalls in einer Studie an 28 Zwillingspaaren herausgefunden haben. Diesen Probanden verordneten die Wissenschaftler zunächst eine fettarme, dann eine sehr fetthaltige Diät. Anschließend bestimmten sie den Cholesterinspiegel der Testpersonen. Dabei stellten die Forscher fest, dass die Probanden insgesamt sehr unterschiedlich, Zwillinge aber sehr ähnlich reagierten. Dies sei auch dann der Fall gewesen, wenn die Zwillinge einen sehr unterschiedlichen Lebensstil an den Tag legten, also der eine beispielsweise eher eine "Couch-Potato", der andere ein sportlicher Typ war. Die Gene haben folglich einen größeren Einfluss auf die Fettwerte als der Lebensstil, folgern die Forscher.

www.wissenschaft.de, 09.07.05
April 2004

Bestimmte heterozygote Genveränderungen sollen vergleichsweise unempfindlich für die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) machen. Nach Angaben des Neuropathologen Adriano Aguzzi von der Universität Zürich profitiert etwa die Hälfte der europäischen Bevölkerung davon. Bei diesen Menschen liegt eine Veränderung in der Kopie des Gens für das so genannte Prionprotein vor – während die zweite Kopie des betreffenden Gens unverändert ist. Dagegen soll eine homozygote Veränderung – bei der beide Kopien des Gens betroffen sind – laut Aguzzi anfälliger für die Erkrankung an CJK machen: Alle der bis 2003 bekannt gewordenen Patienten, die an der neu aufgetretenen Form der CJK erkrankt waren, sollen Träger einer homozygoten Genveränderung gewesen sein.

Ärzte Zeitung, 25.03.04