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Osteoporose
Februar 2004

Amerikanische Forscher hoffen, einen Ansatzpunkt für ein neues Osteoporose-Medikament gefunden zu haben. Der Mediziner Robert Klein und sein Team von der Oregon Health and Science University in Portland berichten in Science von einem Gen, das für die Entwicklung des Skeletts und die Stabilität der Knochen verantwortlich ist. Die Forscher konnten bei Mäusen nachweisen, dass Dichte und Belastbarkeit der Knochen abnahmen, wenn im Körper viel Lipoxygenase vorhanden war. Dabei handelt es sich um ein Eiweiß, das ungesättigte Fettsäuren in Botenstoffe der Immunabwehr umwandelt. Als verantwortlich für die Steuerung der Produktion dieses Proteins sei das Gen Alox15 identifiziert worden. Daraufhin züchteten die Forscher Mäusen mit inaktivem Alox15-Gen und stellten fest, dass deren Knochen stabiler waren. In einer weiteren Versuchsreihe wurde Mäusen zwei Stoffe verabreicht, die die Wirkung der Lipoxygenase hemmen. Sowohl bei der Entwicklung des Skeletts als auch bei Mäusen, die Osteoporose hatten, führte dies zur Zunahme der Knochenstabilität. Ob Lipoxygenase beim Menschen Osteoporose auslöst ist unklar. Weitere Studien sollen Aufschluss darüber geben, ob sich die beiden Hemmstoffe der Lipoxygenase für eine Therapie am Menschen eignen.

Science, 303, 2004, S. 232; Berliner Zeitung, 14.01.04