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"Gen für..." - alphabetisch

vorzeitiges Altern
November 2008

"Forscher entdecken Gen für vorzeitiges Altern" -- so titelte etwa der Berliner Tagesspiegel am 10.11.2008 -- nicht zuletzt deshalb, weil es sich um "Berliner Forscher" handelte. Nachdem man zuletzt über verschiedene Mäusestämme hören konnte, dass sie überdurchschnittlich lange oder kurz leben und sich deshalb als Modelle für das Altern eignen, liegen damit erste Ergebnisse auf DNA-Ebene beim Menschen vor. Forschungsobjekt waren Patienten aus vier Mennoniten-Familien, die alle an der seltenen Erbkrankheit Gerodermia osteodysplastica leiden. Diese Krankheit kennzeichnen nach der Geburt einsetzende Symptome wie "schlaffe, faltige Haut und Knochenschwund". Verantwortlich sei dafür, so die Forscher in "Nature Genetics", die Mutation des Gens (SCYL1BP1). Die Untersuchungen führte ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von WissenschaftlerInnen des Berliner Universitätsklinikums Charité und des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik durch.

Tagesspiegel, 10.11.2008
visuelles Erkennen
Februar 2008

Eine US-amerikanische Forschungsgruppe um Thad Polk von der Universität von Michigan in Ann Arbor hat aus einer Studie mit 24 eineiigen und zweieiigen Zwillingspaaren den Schluss gezogen, dass die Fähigkeit, Gesichter und Orte zu erkennen, genetisch bedingt ist. Bei der Betrachtung bekannter Gesichter und Orte seien die Muster der Gehirnaktivitäten von eineiigen Zwillingen einander ähnlicher gewesen als die von zweieiigen. Bei der Verarbeitung von geschriebenen Worten, seien die Muster dagegen ähnlich vergleichbar miteinander gewesen wie bei den zweieiigen Zwillingen. Polk vermutet daher, dass in der Evolution die Erkennung von Orten und Gesichtern wichtiger gewesen sei als die von anderen Objekten und dass sie sich dadurch genetisch stärker entwickelt habe.

www.wissenschaft.de, 19.12.07