Jump to Navigation

Fettleibigkeit

Entscheidend für den Körperumfang ist nicht zwingend die Menge an aufgenommener Nahrung, sondern vielmehr die Frage, wie der Körper diese verarbeitet. Komplexe Hormonsysteme, vor allem die Klasse der Melanozyten stimulierenden Hormone (MSH) und steuern diese Abläufe. Alpha- und beta-MSH wird dabei eine appetithemmende Wirkung zugeschrieben. Voneinander unabhängige Studien der Berliner Charité und des Cambridge Institute for Medical Research zeigen nun, dass fettleibige Menschen häufiger eine veränderte Form von beta-MSH besitzen als Normalgewichtige. Klinische Studien bei denen alpha-MSH-ähnliche Substanzen zur Appetitkontrolle eingesetzt wurden, mussten aufgrund starker Nebenwirkungen abgebrochen werden. Die Wirkweise von beta-MSH wurde bisher nicht genauer untersucht, da Labortiere wie Mäuse und Ratten kein beta-MSH produzieren.

www.wissenschaft.de, 08.02.06