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Sprache

WissenschaftlerInnen der University of California/Los Angeles wollen ein Gen identifiziert haben, das für die Fähigkeit des Menschen zu sprechen, verantwortlich sei. Sie erklärten in der Wissenschaftszeitschrift Nature, dass es an zwei Stellen kleine Unterschiede in dem Gen FOXP2 bei Menschen im Vergleich zu dem bei Schimpansen gebe. Dieser kleine Unterschied mache aber einen großen Unterschied in der Regulierung einer Vielzahl weiterer Gene aus. In Experimenten mit Hirngewebe identifizierte das Team um Daniel Geschwind identifizierte 116 Gene, deren Aktivität von FOXP2 gesteuert werde. Allerdings wurde bisher nur eines dieser regulierten Gene mit der Sprechfähigkeit in Verbindung gebracht - ein Ausfall dieses CNTNAP2 genannten Gens wird mit Sprachentwicklungsstörungen in Verbindung gebracht. Weitere Argumente von SkeptikerInnen gegenüber dieser These: Auch bei Neandertalern habe man dieselbe Genvariante gefunden. Und: FOXP2 beim Menschen unterscheide sich nur in gerade vier Basenpaaren vom FOXP2 bei der Maus. Geschwind selbst distanziert sich von denjenigen, die FOXP2 bereits als „Sprachgen“ titulieren. Er erklärte: „Entweder ist FOXP2 selbst verdammt wichtig, oder es ist Teil eines Regelkreises, das heißt etwas anderes, das noch niemand gefunden hat, reguliert FOXP2.“

NY Times, 12.11.09; wissenchaft-online.de, 13.11.09; bionews, 16.11.09