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Risiken und Nebenwirkungen - die Genbank Gatersleben und die Freisetzung von gv-Weizen, April 2010

21. April 2008, 05:20 Uhr, Gatersleben, Gelände des Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK): Die Polizei nimmt sechs junge Menschen fest, vier Frauen und zwei Männer, die eben ein Versuchfeld des Instituts zerstört haben.
„Der Skandal fängt an, wenn die Polizei ihm ein Ende macht.“ Dieses Zitat von Karl Kraus wäre treffend, wenn jenem Freisetzungsversuch, von dem diese Broschüre handelt, nicht ein Genehmigungsverfahren vorangegangen wäre, das als schlampig zu bezeichnen purer Euphemismus wäre. Erschienen ist nun eine neue Hintergrundbroschüre zu den Vorgängen rund um die Freisetzung von gentechnisch verändertem (gv) Weizen in der Genbank Gatersleben. Herausgegeben mit Unterstützung des Gen-ethischen Netzwerk.

Die Genbank Gatersleben und die Freisetzung von gentechnisch verändertem Weizen

Pünktlich zur Verhandlung in der Berufungsinstanz der Schadensersatzklage (4. Mai 2010, Oberlandesgericht in Naumburg) gegen die sechs Beklagten, die im April 2008 den umstrittenen Freisetzungsversuch von gentechnisch verändertem Weizen in der Genbank Gatersleben stoppten, erscheint nun die Hintergrundbroschüre: „Risiken und Nebenwirkungen – die Genbank Gatersleben und die Freisetzung von gentechnisch verändertem Weizen“. Trotz breitem Protest – Einwendungen von 30.000 Bürgerinnen und Bürgern sowie über hundert Lebensmittel- und Verarbeitungsunternehmen, Umwelt-, Ärzte, Bauern-, Saatgutzüchtungs- und Erhaltungsorganisationen, hat das Bundesamt für Verbraucherschutz- und Lebensmittelsicherheit (BVL) diesen risikoreichen Weizenfreisetzungsversuch 2006 genehmigt. Der gentechnisch veränderte Weizen durfte in unmittelbarer Nähe zu den Vermehrungsflächen alter Getreidesorten der Genbank Gatersleben freigesetzt werden und gefährdete damit die Akzessionen der Genbank. Gatersleben ist eine der weltweit umfangreichsten Genbanken für Kulturpflanzen aus aller Welt, speziell für Weizen- und Gerstensorten.

Kostenfreier Download der Broschüre unten auf dieser Seite - Spenden sind willkommen und werden bei Angabe des Verwendungszweckes "Genweizenskandal" in voller Höhe an die sechs Beklagten weitergeleitet: hier geht's zu den Kontodaten. Die vier Euro für die gedruckte Version des Berichtes werden ebenfalls in voller Höhe an die Beklagten weitergeleitet".

Eine weitere Zuammenstellung zum Verfahren wurde von einer der AktivistInnen, Miriam Anschütz, im September 2010 erstellt. Sie findet sich ebenfalls hier unten auf der Seite kostenfrei zum Herunterladen. (Aktueller Hinweis, November 2010, zum Strafprozess: Zu der Presseerklärung der FeldbefreierInnen nach dem Urteil im Strafprozess vor dem Amtsgericht in Aschersleben geht es hier.)

Preis: 4,00 €
AnhangGröße
Risiken_und_Nebenwirkungen__online__final.pdf870.27 KB
1009_Risiken_und_Nebenwirkungen_Anschuetz.pdf645.32 KB