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Aus der Welt des Geldes

Kurzsichtiger Werberat "Eine Herabwürdigung von Menschen mit Trisomie 21 erkennen wir allein in dem Bewerben von Tests zur Früherkennung nicht", so die lapidare Antwort des deutschen Werberates auf unsere Beschwerde gegen die Werbung für pränatale Bluttests. Da mit den Tests "frühzeitig" das Vorliegen oder Nicht-Vorliegen eines Down-Syndroms beim Ungeborenen festgestellt werde, liege es "in der Natur der Sache, dass über die Möglichkeiten der Diagnostik aufgeklärt" werde.

Auf unser Argument, dass Trisomien in der Werbung als Risiken und damit als vermeidbares Unglück dargestellt werden, geht der Werberat nicht ein. Weil in der Werbung für die Bluttests nicht explizit formuliert wird, dass Menschen mit Trisomie 21 minderwertig sind, verstieße sie "nicht gegen die Grundsätze des Werberates".
Immerhin stellt der Werberat fest, dass er nicht zu beurteilen vermag, "ob solche Tests an sich wünschenswert sind". Wir finden: Das sind sie nicht! Deshalb hat das GeN am 1. September 2014 auch eine Unterschriftenaktion gegen die Übernahme des Bluttests auf Trisomie 21 in die Regelversorgung von Schwangeren gestartet.
Zur vollständigen Antwort des Werberates.