Genome Editing

Genome Editing bezeichnet neue molekularbiologische Verfahren, mit denen gezielt Veränderungen in DNA-Sequenzen vorgenommen werden sollen, um Eigenschaften von Menschen, Tieren und Pflanzen zu beeinflussen. Mit den neuen Verfahren ist das Versprechen verbunden, dass einzelne Sequenzen des Genoms - anders als bei klassischen Gentechnik-Verfahren - präzise „umgeschrieben“ würden.

In der Landwirtschaft dienen die neuen Verfahren zum Anlass, Gentechnik umzudefinieren. In der medizinischen Anwendung befeuern die neuen Verfahren alte Machbarkeitsfantasien über die mögliche Eliminierung genetisch bedingter Krankheiten.

Beiträge zu diesem Thema

  • Verbände fordern Regulierung neuer Gentechnik-Verfahren

    GeN ,

    (4. Juli 2018, Berlin) Neue Gentechnik-Verfahren müssen nach dem Gentechnikrecht reguliert werden. Das ist die zentrale Forderung von 21 Verbänden aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, darunter auch das Gen-ethische Netzwerk. Die Verbände haben sich am 3. Juli mit einer Resolution an Politiker*innen in Deutschland und der Europäischen Union.

  • Neue wissenschaftliche Fachstelle Gentechnik und Umwelt

    Christof Potthof ,

    (30. Mai 2018) Seit Mitte Mai präsentiert sich die Fachstelle Gentechnik und Umwelt (FGU) auf ihrer Webseite erstmals der Öffentlichkeit. Ziel ist die wissenschaftliche Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen, die sich im Bereich der neuen Gentechnikverfahren engagieren.

  • CRISPR-Pflanzen weltweit

    Benno Vogel , 21. Februar 2018

    Seit fünf Jahren kommt in der molekularen Pflanzenzüchtung die CRISPR-Technik zum Einsatz. Jetzt stehen in China, den USA und der EU Entscheidungen zur Regulierung der Technik an. Zeit, einen Blick auf die bisher erzeugten CRISPR-Pflanzen zu werfen.

  • Öko-CRISPR?

    Christof Potthof ,

    Bioverbände lehnen CRISPR-Pflanzen grundsätzlich ab. Nur Urs Niggli vom Schweizerischen Forschungsinstitut für Biologischen Landbau hat dazu eine andere Meinung - und wird gerne zitiert.