Genome Editing

Genome Editing bezeichnet neue molekularbiologische Verfahren, mit denen gezielt Veränderungen in DNA-Sequenzen vorgenommen werden sollen, um Eigenschaften von Menschen, Tieren und Pflanzen zu beeinflussen. Mit den neuen Verfahren ist das Versprechen verbunden, dass einzelne Sequenzen des Genoms - anders als bei klassischen Gentechnik-Verfahren - präzise „umgeschrieben“ würden.

In der Landwirtschaft dienen die neuen Verfahren zum Anlass, Gentechnik umzudefinieren. In der medizinischen Anwendung befeuern die neuen Verfahren alte Machbarkeitsfantasien über die mögliche Eliminierung genetisch bedingter Krankheiten.

Beiträge zu diesem Thema

  • Gene Editing Summit

    , 18. Dezember 2015

  • Gene editing diskriminiert - Gegen eine Reduktion auf technische Aspekte von CRISPR-Cas9 und anderen Gentechniken

    ,

    (Berlin, 30. November 2015) Aus aktuellem Anlass erneuert das Gen-ethische Netzwerk (GeN) seine grundsätzliche Kritik an der Anwendung gentechnischer Verfahren beim Menschen. Insbesondere die Veränderung des menschlichen Erbguts, das sich in der Keimbahn findet und an folgende Generationen weitergegeben wird, muss weiter verboten sein.

  • SZ: Biotechnologie - Saat des Zweifels

    GeN ,

    (Berlin und München, 6. November 2015) Heute berichtet die Süddeutsche Zeitung über ein Thema, das uns schon seit einer ganzen Weile umtreibt: Den sogenannten RTDS-Raps des US-amerikanischen Biotech-Unternehmens Cibus (dazu auf den Seiten des GeN) und die Regulierung neuer molekularbiologischer und/oder gentechnischer Verfahren zur Manipulation des Erbgutes.

    GeN-Mitarbeiter Christof Potthof kommt in dem Beitrag zu Wort.

  • „Genome editing“ ist Gentechnik

    Christof Potthof , 5. November 2015

    Ein Rechtsgutachten stützt die Position vieler Nichtregierungsorganisationen: Neue Verfahren des „genome editing“ sind Gentechnik und müssen entsprechend reguliert werden.

  • Deal zwischen Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und Gentechnik-Industrie über umstrittenen CIBUS-Raps

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    (Berlin und München, 3. November 2015) Die US-Biotech-Firma CIBUS hat sich mit dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) offenbar vertraulich darauf geeinigt, dass ihr umstrittener Raps nicht dem Gentechnik-Recht unterliegen soll. Das geht aus einer eMail-Korrespondenz hervor, die dem Gen-ethischen Netzwerk (GeN) vorliegt. Die eMails zeigen, dass die Öffentlichkeit von der Diskussion um den umstrittenen Raps ausgeschlossen werden sollte. Der Raps wurde mit einem Gentechnik-Verfahren hergestellt, das den Methoden des „Genome Editing“ zugerechnet wird. Umweltverbände und Bauernorganisationen verlangen, dass der Raps dem Gentechnik-Recht unterworfen und auf seine Risiken geprüft und gekennzeichnet wird. Maßstab der Bewertung müsse der Schutz der Gesundheit, der Umwelt und der gentechnikfreien Landwirtschaft sein.