Genome Editing

Genome Editing bezeichnet neue molekularbiologische Verfahren, mit denen gezielt Veränderungen in DNA-Sequenzen vorgenommen werden sollen, um Eigenschaften von Menschen, Tieren und Pflanzen zu beeinflussen. Mit den neuen Verfahren ist das Versprechen verbunden, dass einzelne Sequenzen des Genoms - anders als bei klassischen Gentechnik-Verfahren - präzise „umgeschrieben“ würden.

In der Landwirtschaft dienen die neuen Verfahren zum Anlass, Gentechnik umzudefinieren. In der medizinischen Anwendung befeuern die neuen Verfahren alte Machbarkeitsfantasien über die mögliche Eliminierung genetisch bedingter Krankheiten.

Beiträge zu diesem Thema

  • Öko-CRISPR?

    Christof Potthof ,

    Bioverbände lehnen CRISPR-Pflanzen grundsätzlich ab. Nur Urs Niggli vom Schweizerischen Forschungsinstitut für Biologischen Landbau hat dazu eine andere Meinung - und wird gerne zitiert.

  • „Die Langzeitfolgen sind unbekannt“

    GeN ,

    Interview mit Gen-Mitarbeiterin Isabelle Bartram in der Zeitschrift Schrot & Korn über Genome Editing im Bereich Medizin.

  • „Genschere“ vs. Trisomie 21 - Heilung oder Hype?

    Fast scheint es egal zu sein, was bei Studien mit dem neuen Spielzeug der Wissenschaftscommunity herauskommt: Wenn CRISPR draufsteht, steht eigentlich schon fest, dass es spannend, superpraktisch und eine Sensation ist.

  • Risiko

    Christof Potthof , 15. Dezember 2017

    Weil über neue Gentechnik-Verfahren noch nicht viel bekannt ist, können Risiken, die mit ihrer Verwendung verbunden sind, bisher nur allgemein beschrieben werden. Das ist kein Grund, auf Untersuchungen und Regulierung zu verzichten.

  • Neue Gentechnik-Verfahren: Alle Augen auf den EuGH

    Katrin Brockmann , 15. Dezember 2017

    Von den RichterInnen des EuGH wird erwartet, dass sie klären, ob und wie neue Gentechnik-Verfahren zu regulieren sind. Die EU-Kommission konnte sich bisher zu keiner Entscheidung durchringen.