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Glyphosat wirkt nicht allein

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233 - Dezember 2015
Glyphosat wirkt nicht allein

Die EU-Neuzulassung von Glyphosat zieht sich seit 2012 hin und ist seitdem begleitet von Skandalen und der systematischen Ignoranz der zuständigen Behörden, allen voran die europäische EFSA und das deutsche Bundesamt für Risikobewertung. Ein Update zu Pestiziden in der Agro-Gentechnik.

 
Clausing, Peter

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat zu großen Teilen die vielfach kritisierte Bewertung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) übernommen, derzufolge von Glyphosat keine Krebsgefahr ausgehe. Diese Einschätzung steht im unverhüllten Widerspruch zu den vorliegenden Daten und lässt erahnen, welcher Lobbydruck da aufgebaut wurde.

Interview mit Monika Krüger

Die für die Risikobewertung in Deutschland und der EU zuständigen Behörden halten die Anwendung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat für unbedenklich. Dabei gibt es zahlreiche Hinweise auf die Giftigkeit des Stoffes und seine Anreicherung im Körper.

Mertens, Martha

Lange wurden nur zwei Unkrautvernichtungsmittel  - Glyphosat und Glufosinat - in der Kombination mit gentechnisch veränderten herbizidresistenten Pflanzen eingesetzt. Aufgrund von massiven Resistenzproblemen finden neue und alte Wirkstoffe Verwendung.

Potthof, Christof

Eine Gruppe von speziellen Erbgut-Molekülen - die Ribonukleinsäuren oder RNAs - geraten mehr und mehr in den Fokus der AgrarwissenschaftlerInnen. Sie sollen helfen, Genfunktionen zu manipulieren und so zum Beispiel auch Schädlinge von Nutzpflanzen abtöten - und einer neuen Pestizid-Generation den Weg bahnen.

Bundschuh, Anne

Im Rahmen ihrer Kampagne für den Schutz von Menschen, Tieren und Umwelt vor Glyphosat-haltigen Totalherbiziden lud die Agrar Koordination am 3. November zu einer Veranstaltung nach Berlin. Ein Bericht.

Landwirtschaft & Lebensmittel

Potthof, Christof

Im nächsten Jahr kein Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in Deutschland. Ein Kommentar.

Potthof, Christof

Mit einer Stellungnahme zur rechtlichen Einordnung von neuen molekularbiologischen Verfahren zur Manipulation von Erbgut katapultiert sich das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ins politische Spielfeld.

Mensch & Medizin

Hinsberger, Gisela

Pränataldiagnostik soll Schwangeren Ängste nehmen und Sicherheit herstellen, so die gängige Darstellung. Dabei sagen die Diagnosen über das künftige Leben mit einem Kind nur wenig aus.

Politik & Wirtschaft

Bauer, Andreas & Then, Christoph

Die Europäische Union versucht den Unsicherheiten bei der Nutzung gentechnisch veränderter Pflanzen mit Forschung beizukommen. Mit dem Forschungsprojekt GRACE ist ihr das nicht gelungen.

Steck, Pascale

In den rund zehn Jahren bis zur Zulassung der umstrittenen Präimplantationsdiagnostik in der Schweiz wurden die restriktiven Vorgaben des Bundesrates erheblich aufgeweicht. Zurzeit kämpfen PID-kritische Verbände und Parteien mittels Referendum gegen das Inkrafttreten der Gesetzesänderung.

Aus GID 8, Oktober 1985

Editorial

In der ersten Woche des Dezembers trafen sich in Washington D.C. (USA) mehr als hundert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus vielen Teilen der Welt, um über neue Verfahren der gentechnischen Manipulation zu sprechen. Immer wieder wurde in den vergangenen Monaten insbesondere auch der Ruf nach einem Moratorium über die Manipulation in der menschlichen Keimbahn, die genetisch vererbbare...

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Impressum

GID 233, Dezember 2015, 31. Jahrgang, ISSN 0935-2481, Redaktion: Theresia Scheierling (ViSdP), Kirsten Achtelik, Anahita Bidjanbeg, Anne Bundschuh, Monika Feuerlein, Christof Pott­hof, Uta Wagenmann