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Umstrittener Weizen

GID_Titel239
239 - Dezember 2016
Umstrittener Weizen

Weizen zählt zu den wichtigsten Nutzpflanzen weltweit. Und doch wird er bis heute nicht in gentechnisch veränderten Varianten kommerziell angebaut - in keinem einzigen Land der Welt. Aber die Entwicklung von Weizenhybriden steht ganz oben auf dem Programm.

 
Frieling, Hans-Dieter von & Gelinsky, Eva

Seit einigen Jahren erlebt die Züchtung von Hybridweizen wieder einen enormen Aufschwung. Eine Reihe von Konzernen sind - mit Unterstützung der Politik - dabei.

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Interview mit Anke Kähler

Der Wettlauf um die Entwicklung und Vermarktung von Hybridweizen ist in vollem Gange - und er könnte die Rahmenbedingungen für den Anbau von Getreide weltweit verändern. Davon betroffen wären auch diejenigen, die das Getreide weiterverarbeiten. Handwerkliche Bäckereibetriebe setzen nun auf Protest- und Informationskampagnen.

Potthof, Christof

Obwohl Weizen zu den wichtigsten Nutzpflanzen weltweit gehört, ist die Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu gentechnisch veränderten Linien weniger umfangreich als die ökonomische Bedeutung vermuten lassen könnte.

Interview mit Jürgen Holzapfel

Vor zehn Jahren startete der erste und bisher einzige Freisetzungsversuch mit gentechnisch verändertem Weizen - ausgerechnet auf dem Gelände der Genbank Gatersleben, die den Auftrag hat, altes Saatgut zu erhalten. Als eine Reaktion darauf gründete sich das internationale Notkomitee für die Erhaltung der Weizenvielfalt ohne Gentechnik. Ende November zogen Beteiligte auf einem Treffens des Dachverband Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt Bilanz und berichteten dem GID davon.

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Potthof, Christof

Das schweizerische Agrarforschungszentrum Agroscope startet dieser Tage einen Freisetzungsversuch mit gentechnisch verändertem Winterweizen. Die gleichen Linien wurden vor Jahren in Gatersleben, Deutschland, freigesetzt, was massiven Protest provozierte.

Bundschuh, Anne

22 Weizenpflanzen können ausreichen, um den Handel mit dem global drittwichtigsten Getreide vorübergehend einzuschränken. Zumindest dann, wenn es sich um Pflanzen einer gentechnisch veränderten (gv) Weizensorte handelt, die dort auftauchen, wo sie nicht auftauchen dürften. So geschehen im Nordwesten der USA - mal wieder.

Redaktionskollektiv von „Gute Pillen - Schlechte Pillen“

Weizen gerät immer mehr in Verruf. Dieser Trend wird vom Buchmarkt international befeuert.

Landwirtschaft & Lebensmittel

Interview mit Prisca Merz

Das Monsanto-Tribunal, das Mitte Oktober in Den Haag stattfand, ist mit dem Ziel angetreten, den Agrarkonzern Monsanto für Menschenrechtsverletzungen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Ökozid zur Verantwortung zu ziehen. Insbesondere der Begriff „Ökozid“ sorgte zum Teil für Verwirrung, Skepsis und offene Fragen. Nach dem Tribunal traf sich der GID mit der Initiative End Ecocide on Earth, deren Ziel es ist, großflächige Umweltzerstörung völkerrechtlich strafbar zu machen.

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Potthof, Christof

Über den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen nicht in Brüssel, sondern in den EU-Mitgliedstaaten zu entscheiden, ist eine langjährige Forderung der gentechnikkritischen Bewegung. Die Bundesregierung gefährdet mit ihrem Entwurf das Erreichen diese Ziels.

Mensch & Medizin

Maskos, Rebecca

Mit „Nebel im August“ kam im Herbst der erste Spielfilm zur NS-„Euthanasie“ in die Kinos.

Parzer, Robert

Rund 300.000 Menschen mit Behinderungen und psychiatrischen Diagnosen wurden zwischen 1939 und 1945 von den Nazis ermordet. Die Namen der Opfer durften bisher - aus datenschutzrechtlichen Gründen - nicht genannt werden.

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Politik & Wirtschaft

Bundschuh, Anne

Die gute Nachricht: CETA ist noch nicht in trockenen Tüchern. Die schlechte: Es könnte bald soweit sein. Will die Protestbewegung das verhindern, muss sie sich im kommenden Jahr ins Zeug legen.

Bartram, Isabelle

Trotz Protesten hat die Mehrheit des Bundestags einer Arzneimittelreform zugestimmt, die „gruppennützige“ Forschung mit nicht einwilligungsfähigen Proband_innen erlaubt.

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Achtelik, Kirsten

Der Gen-ethische Informationsdienst und das Gen-ethische Netzwerk verdanken ihre Entstehung dem breiten Interesse der sozialen Bewegungen der 1980er Jahre an Technologiekritik. Ein Rückblick auf die Anfangsjahre und auf das Verhältnis der Akteure Grüne Partei und feministische Bewegung.

Aus GID 19, Dezember 1985

Editorial

Das Jahr neigt sich schon sehr dem Ende zu, wenn das Heft in Ihrem Briefkasten gelandet ist. Doch während anderswo Plätzchen geknabbert werden und auf Betriebsweihnachtsfeiern dem Alkohol zugesprochen wird, basteln die MitabeiterInnen des Gen-ethischen Netzwerks schon fleißig an frischen Kampagnen für das nächste Jahr. Noch ist vieles in der Planungsphase, aber soviel sei verraten: Ein...

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239 - Umstrittener Weizen
8,50 €

Impressum

GID 239, Dezember 2016, 32. Jahrgang, ISSN 0935-2481, Redaktion: Theresia Scheierling (ViSdP), Kirsten Achtelik, Isabelle Bartram, Anne Bundschuh, Monika Feuerlein, Birgit Peuker, Christof Pott­hof