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11 Dezember 2011 gidspezial11_titel Nutrigenomik + Funktionelle Lebensmittel = My Food?

Wie wird das Menü der Zukunft aussehen?

Als eines der Nachfolgeprojekte der Entschlüsselung des menschlichen Genoms ist die so genannte Nutrigenomik angetreten, Ernährung für Gesundheit in personalisierter Form zu liefern.
Die Theorie ist schlicht: Menschen sind nicht gleich. Oder, wie es heißt, dass es in Köln heißt: „Jeder Jeck ist anders.“ Das gilt für viele sichtbare Eigenschaften, Augen-, Haar- und Hautfarbe, ob ich groß oder klein bin. Genauso gilt das für viele „innere Eigenschaften”, zum Beispiel ob ich Milch vertrage oder nicht, ob ich mein Essen schnell verdaue oder langsam. Der eine macht jede Grippewelle mit, die nächste schwört, dass sie nie krank wird. Aber: Was macht den Unterschied? Um diese Frage zu beantworten, war Anfang der 1990er Jahre das Projekt zur Entschlüsselung des menschlichen Genoms angetreten. Alle Gene des Menschen sollten entschlüsselt werden - mindestens 100.000 Stück, so dachte man damals. Schlussendlich wurden dann doch nur 20.000 Gene gefunden und von Entschlüsselung im Sinne von Verstehen konnte keine Rede sein. Dafür aber bekamen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine ganz neue Vorstellung von der Komplexität der Gen-Regulierung. Teil dieser Gen-Regulierung ist, dass in den allermeisten Fällen Umweltfaktoren beteiligt sind. Entsprechend stellt sich auch die Frage, wie es bei unseren inneren und äußeren Eigenschaften zu Unterschieden kommt, mittlerweile als deutlich komplexer dar.




GID Spezial Nutrigenomik + Funktionelle Lebensmittel = My Food? (erschienen im Dezember 2011) hier online bestellen.

10 Dezember 2010 Titel GID Spezial 10 Synthetische Biologie

Es war und ist nicht damit zu rechnen, dass die Entwicklung von Molekularbiologie und Gentechnologie einfach stehen bleibt. Übergänge in neue Kapitel der Geschichte der Biologie sind zwangsläufig. Ob wir uns derzeit noch in einer Übergangsphase befinden oder mit der so genannten Synthetischen Biologie bereits in einer neuen Phase angekommen sind, wird mit letzter Sicherheit vermutlich erst in ein paar Jahrzehnten festgestellt werden können. Die Richtung für den Umgang mit der Technologie ist vorgezeichnet, die Debatten um ethische Aspekte bleiben oft genug beschränkt.
Der GID Spezial „Synthetische Biologie‟ wurde erstellt mit freundlicher Unterstützung der sag (schweizerische arbeitsgruppe gentechnologie). Vielen Dank!

9 Dezember 2009 Titel GID Spezial 9 Aus dem Bio-Baukasten - SeXY Gene !!!ORIGINAL vergriffen - Kopien möglich!!!

In diesem GID Spezial geht es um Formen der Medikalisierung, Biologisierung und Genetifizierung von Geschlecht und Sexualität. Sich gründlich und kritisch mit biologischen und genetischen For­schun­gen auseinanderzusetzen, ist überfällig, denn unter der Ober­fläche des Laissez-faire in punkto Geschlecht und Sexualität verbergen sich alte und neue medizinische Praktiken der Normierung.


Dieser GID Spezial entstand mit freundlicher Unterstützung der Hannchen Mehrzweck Stiftung, bei der wir uns sehr herzlich bedanken.


8 Dezember 2008 Titel GId Spezial 8 Gen in der Krise - Daten im Rausch


Die Krise des Gens findet statt. War die Wissenschaftswelt lange überzeugt, dass mit der Benennung der Reihenfolge der DNA-Moleküle das „Buch des Lebens” vor uns liegt, und musste sie in den Folgejahren erkennen, dass wir gerade mal den Klappentext gelesen haben, zeigt sich nunmehr, dass wir für das, was da noch kommen mag, nicht einmal sicher sein können, dass das Buch selbst in der gleichen Sprache geschrieben ist.

7 Dezember 2007 Nord-Süd-Transit

Auf dem Internationalen Parkett ist das Schlagwort Bioökonomie in den letzten Jahren zum Inbegriff von Innovation, Standortwettbewerb und wirtschaftlichen Wachstum durch die “neuen Biotechnologien” geworden.

6 Dezember 2005 Lifestyle/Anti-Aging

Die Kulturarbeit der Medizin ist seit zweitausend Jahren spezifisch gegen die Übel der krankheitsanfälligen und hinfälligen Natur des menschlichen Körpers gerichtet. So war seit dreihundert Jahren auch die naturwissenschaftlich geprägte und zunehmend professionalisierte Medizin justiert, so war sie reguliert, dafür war sie geschätzt, dazu sollte sie gut sein.

5 Dezember 2004 Kunst und Gene

Der Schwerpunkt versucht verschiedene Beziehungen zwischen der Kunst und den Genen aufzuzeigen. Diese stehen in verschiedenartigen Beziehungen zueinander, Künstlerinnen und Künstler lassen sich von den Genen inspirieren oder sie versuchen sich an einer kritischen Reflektion über das "Dreieck zwischen ökonomischer Abhängigkeit, Popularisierung von Technik und politischer Kritik" ... um nur zwei Beispiele zu geben.

4 Dezember 2003 Vom Genom zum Proteom

Vom Genom zum Proteom

3 Dezember 2002 Das Menschenbild der "Lebenswissenschaften"

Das Menschenbild in den "Lebenswissenschaften"

2 Dezember 2001 Eugenik - gestern und heute

Kennen Sie jemanden, der sich als Eugeniker bezeichnet? Wohl kaum. Jedenfalls niemanden in Deutschland. "Drohende Entartung des Volkskörpers, notwendige Aufartung unserer Rasse, Förderung der Fruchtbarkeit der gesündesten Träger des Volkstums" ­ der schrille Ton der alten eugenischen und rassenhygienischen Bewegung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist längst verklungen, ihre grausame Verwirklichung in der Nazizeit ist Geschichte. Eine eugenische Bewegung gibt es nicht mehr. Eugenik ist geächtet. Was also soll die Rede von einer neuen Eugenik? Handelt es sich nicht bloß um unpassende, aufgeregte, haltlose Verdächtigungen?

1 Dezember 2000 Zur Geschichte der Gentechnologie

Zur Geschichte der Gentechnologie