Editorial

Es kommt in letzter Zeit Bewegung in verschiedene Debatten – die Folgen des wegweisenden Urteils des EuGH zu neuen Gentechnikverfahren sind noch nicht wirklich abschätzbar. Das Münchner Patenteurteil zeigt auf, welche Argumente zurzeit funktionieren. Mit dem Cochrane-Netzwerk steht die Institution für evidenzbasierte Medizin in der Kritik, was die Abwehr von Nonsens nicht einfacher macht. Eine lange geforderte gesellschaftliche Auseinandersetzung mit pränataler Diagnostik scheint durch die Initiative einiger engagierter Bundestagsabgeordneter endlich in greifbarer Nähe.
Bewegung und Veränderung sind nicht immer gut – um sie beurteilen zu können, muss man sie aber immer überhaupt verstehen können. Daher beleuchten wir in diesem Heft – auf unsere gewohnt kritische Art – einige Aspekte dieser Verschiebungen.

Noch eine kleine redaktionelle Änderung – ab sofort verwendet die GID-Redaktion das Gender-Sternchen (z.B. Autor*innen) und wir bitten auch unsere Autor*innen darum. Das Sternchen soll zeigen, dass es nicht nur männliche und weibliche Personen gibt, sondern viele Positionierungen dazwischen und darüber hinaus. Es geht uns dabei um ein diverseres und inklusiveres Schreiben, jenseits von gesellschaftlich-hegemonialer Zweigeschlechtlichkeit.

Eine interessante Lektüre wünscht
die GID-Redaktion

GID-Redaktion

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Erschienen in
GID-Ausgabe
247
vom November 2018
Seite 2