Genome Editing

Genome Editing bezeichnet neue molekularbiologische Verfahren, mit denen gezielt Veränderungen in DNA-Sequenzen vorgenommen werden sollen, um Eigenschaften von Menschen, Tieren und Pflanzen zu beeinflussen. Mit den neuen Verfahren ist das Versprechen verbunden, dass einzelne Sequenzen des Genoms - anders als bei klassischen Gentechnik-Verfahren - präzise „umgeschrieben“ würden.

In der Landwirtschaft dienen die neuen Verfahren zum Anlass, Gentechnik umzudefinieren. In der medizinischen Anwendung befeuern die neuen Verfahren alte Machbarkeitsfantasien über die mögliche Eliminierung genetisch bedingter Krankheiten.

Beiträge zu diesem Thema

  • Verantwortungslose Ethikempfehlungen

    Isabelle Bartram , 28. August 2018

    Der Nuffield Council on Bioethics - das britische Pendant zum Deutschen Ethikrat - hält genetische Veränderungen an menschlichen Embryonen für „moralisch zulässig“.

  • CIBUS-Raps ist Gentechnik und kommt nicht auf den Acker

    GeN ,

    (Berlin, Hamm, Bingenheim, 20. August 2018, Pressemeldung des Klagebündnisses) Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat aktuell einen Bescheid zurückgenommen, in dem es 2015 einen mit einem neuen Gentechnik-Verfahren hergestellten herbizidresistenten Raps der Firma CIBUS nicht als Gentechnik im Sinne des Gentechnikgesetzes eingestuft hatte.

  • Gen-Scheren sind Gentechnik

    Von
    GeN ,

    (aus: Neues Deutschland am 25. Juli 2018) "Mit Spannung wurde es erwartet und fiel in seiner Klarheit überraschend aus. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am Mittwoch entschieden, dass neue Gentechnikverfahren wie die als Gen-Schere bekannte Züchtungsmethode CRISPR-Cas unter die EU-Gentechnikregulierung fallen. Das erklärte das oberste EU-Gericht am Mittwoch in Luxemburg (Rechtssache C-528/16). Damit gelten für Lebensmittel, die derart verändert wurden, spezielle Kennzeichnungspflichten. Außerdem müssen Pflanzen, die mit den neuen Verfahren erzeugt wurden, vor der Zulassung auf ihre Sicherheit geprüft werden."

  • Gute Nachrichten aus Luxemburg: Europäischer Gerichtshof stärkt Vorsorge

    GeN ,

    (25. Juli 2018, Berlin) Der Europäische Gerichtshof hat heute über die Regulierung neuer Gentechnik-Verfahren entschieden. Das Gericht vertritt die Meinung, dass auch neue Gentechnik-Verfahren nach dem Gentechnikrecht reguliert werden. Das bedeutet auch: die aktuelle Gentech-Regulierung der Europäischen Union ist ausreichend klar und es besteht kein Handlungsbedarf, diese Regulierung zu überarbeiten oder zu ergänzen.

  • Verbände fordern Regulierung neuer Gentechnik-Verfahren

    GeN ,

    (4. Juli 2018, Berlin) Neue Gentechnik-Verfahren müssen nach dem Gentechnikrecht reguliert werden. Das ist die zentrale Forderung von 21 Verbänden aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, darunter auch das Gen-ethische Netzwerk. Die Verbände haben sich am 3. Juli mit einer Resolution an Politiker*innen in Deutschland und der Europäischen Union.