Jump to Navigation

Klaus Ammann

Stand: Mai 2008 (teilweise aus 2011)

Studium & wissenschaftliche Arbeit:

Studium an der Uni Bern (Schweiz).
1972: Dissertation zu Vegetationsgeschichte.
1976; Lektorat Geobotanisches Institut Uni Bern.
1996-2006: Direktor des Botanischen Garten, Uni Bern.
2003: Forschungsjahr/Sabatical am Missouri Botanical Garden (USA).
2006: Pensionierung.

aktuelle Position

2006 - 08: Gastprofessor an der TU Delft, Arbeitsgruppe Biotechnology and Society, bei Piet van der Meer, wo auch das PRRI-Sekretariat angesiedelt ist.

Mitglied in Kommissionen & Arbeitsgruppen

1995 - 2007: Komitee für Biologische Sicherheit, Schweiz.
1998 - 2004: Vorsitzender des Expertenkommittees Plant Conservation des Europarats.
2002: Vorstandsmitglied Planta Europe.
Leiter der Spezialistengruppe für Europäischen Artenschutz des IUCN.
Mitglied der Eidgenössischen Fachkommission für die Biologische Sicherheit (EFBS, Schweiz).
Mitglied im Schweizer National Fond.
Mitglied der Kommission Grüne Gentechnik der Akademien der Wissenschaften.

Teilnahme an Forschungsprojekten

1999 - 2004: AIGM.
2004 - 2008: SIGMEA Gene flow of maize in Europe.
2006 - 2009: Science4BioReg: Ask Force und Koordination der wissenschafltichen Datenbank. Ask Force-Moderationen für PRRI und EFB. ABC-Datenbank IFPRI-PRRI zur Erstellung einer Übersicht von öffentlichen Forschungsaktivitäten weltweit.

Mitglied in/Teilnahme an Lobby-Organisationen:

1998: Mitgründer des Wissenschaftlerkreis Grüne Gentechnik.
Mitglied der Geschäftsführung des EFB, Vorsitzender der Sektion Biodiversität und Redakteur der Zeitschrift Environmental Biosafety Research des EFB.
Vorstandsmitglied von PRRI, sowie in den Arbeitsgruppen Public Sector Research und Future Issues.
Gründer und Mitglied des Publikationsausschuss des ISBR.
Mitglied der European Science Foundation (ESF) und Vorstandsmitglied des Projekts Assessment of Genetically Modified Plants (AIGM).
Vorstandsmitglied von Gensuisse, einer Lobbyorganisation gegründet durch die pharmazeutische Industrie zur Förderung von gv-Lebensmitteln, mit Vertretern von u.a. Monsanto und Syngenta.
Beiratsmitglied von Inter Nutrition, eines Schweizer Verein, gegründet zur Promotion der Gentechnik in dem u.a. folgende Firmen und Verbände Mitglied sind: Föderation der Schweiz, Nahrungsmittel-Industrien (FIAL), Hoffmann-La Roche AG, Monsanto, Nestlé Suisse S.A., Novartis, Novo Nordisk Ferment Ltd. und Unilever-Lipton Sais.
2004 - 2006: Vorstandsmitglied von Africa Harvest, einer von Florence Wambugu gegründeten, US-Lobbyorganisation zur Einführung von GVO in Afrika. Beiratsmitglied des African Technology Development Forum.
Experte bei AgBioWorld für Risk Assessment and Public Perception of Biotechnology.
Betreiber der ehm. Webseite Bio-Scope, finanziert von EuropaBIO.
2004: Mitglied des vorbereitenden Ausschuss der ABIC2004.
2003 war Ammann zu einem Sabatical (Forschungsjahr) am Botanischen Garten Missouri (MBG), USA bei Prof. P. Raven. Der MBG wird durch Monsanto gesponsort und funktioniert seit 1989 als Sammler für Monsantos Bioprospecting-Aktivitäten.
2004 publizierte Ammann einen durch Monsanto finanzierten Bericht The impact of agricultural biotechnology on biodiversity(pdf), bei dem neben Monsanto-Mitarbeitern auch Detlef Bartsch (RKI, jetzt BVL) als Reviewer explizit angegeben wird.
2006 veroffentlichte Monsanto ein Video (podcast) mit Klaus Ammann als Biotechnologie-Experte.
Nach Angaben von LobbyWatch spielte Ammann zusammen mit C.S. Prakash eine führende Rolle im Verbreiten und Initiieren von Angriffen auf David Quist und Ignacio Chapela wegen ihres wissenschaftlichen Artikels zur gv-Kontamination von Mais in Mexiko.

Unterzeichner von Aufrufen

u.a. Declaration in support of protecting nature with high yielding farming and forestry, Stellungnahme des Internationalen Workshops zur Grünen Gentechnik der Akademienunion (2006),
Petition in support of Indian farmers' right to grow biotech crops and scientific field testing, Joint Statement in Support of Scientific Discourse in Mexican GM Maize Scandal (2002),
ABIC2004 Manifesto (2004).
2000 unterschrieb Ammann einen Open Letter to the United Nations Commission on Sustainable Development in dem gegen eine „needless over-regulation“ von GVOs wegen des „very real threat that an over-strict adherence to precautionary regulation could pose to both the environment and the well being of human populations around the world.“

Weiteres/Zitate:

„Biotechnology will help to lower the negative impact of agriculture on biodiversity – that’s for sure.“ Stellungnahme auf der Monsanto-Webseite: Conversations about plant biotechnology.

"Die Gentechnologie ermöglicht es in Zukunft auch, noch einen weiteren Schritt weg von der bisherigen Monokultur zu gehen, bei der sehr viele Pestizide und Herbizide in einem komplizierten Spritzkalender verabreicht werden müssen." 1997 in Information Sojabohne von Monsanto, BLL und dem Verband Deutscher Ölmühlen.

Birgit Peuker, Techniksoziologin aus Berlin, schreibt in ihrem Beitrag „Zwei Milliarden für den Protest‟, in dem es um eine Veranstaltung des Forum Grüne Vernunft im Sommer 2011 in Berlin geht: „Mit Gentechnikkritikern könne man nicht sprechen. Gentechnikkritiker behaupteten, dass man mit ihm, Ammann, nicht sprechen könne. Ammann könne das nur eine „ökofaschistische Grundhaltung“ nennen und er fühle sich, da häufig attackiert und denunziert, als „Genjude“. Ups, das hat er gesagt‟ (Gen-ethischer Informationsdienst - GID, Juni 2011)

(20.11.2010) Ein besonders schönes Stück aus dem Engagement von Klaus Ammann und Uwe Schrader ist ihr Thesenanschlag an Toren der Umweltorganisation Greenpeace. Eine Aktion des Forum Grüne Vernunft dokumentier mit einem YouTube-Video.