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Meldungen des Monats

10. Februar 2012 Alexander Schwerin

Hunger richtig bekämpfen. Gentechnik kann und wird die Weltbevölkerung nicht ernähren - das wissen KritikerInnen der Risikotechnologie seit langem. Diese Überzeugung findet zunehmend Verbreitung. Dies macht eine Studie deutlich, die in der Fachzeitschrift Nature erschienen ist. Fünf Punkte werden genannt, wie eine wachsende Weltbevölkerung ernährt werden könnte, u.a. Einsatz besser angepasster - nicht gentechnisch gezüchteter - Sorten und Reservierung der besten Ackerböden für die Nahrungsmittelproduktion. Allein durch die Verbesserung der Anbaumethoden könnte der Ertrag um 40 bis 120 Prozent gesteigert werden.

31. Januar 2012 Maja Stralucke

Wie weiter mit der Agro-Gentechnik?! Die BASF konzentriert sich auf „gentechnikfreundlichere“ Märkte und wendet Europa den Rücken zu. Für den Standort Deutschland bedeutet dies nicht Entwarnung: Die verbliebenen Gentechnik-Firmen können auf mächtige Unterstützer zählen, vor allem auf eine: Bundesforschungsministerin Schavan verlautbarte kürzlich, dass erneuerbare Energien zwar schön seien, man davon aber nicht leben könne. So wird die Agro-Gentechnik auch nach dem „Rückzug“ der BASF weiter kräftig durch unsere Steuergelder gefördert werden. Es sei denn, es wandern auch die verbliebenen Firmen noch ab ...

23. Januar 2012 Alexander Schwerin

Aus dem Auge, nicht aus dem Sinn! Nach dem Rückzug der BASF-Agrogentechnik-Sparte aus Europa gehört die Meldung der Auswertung der überraschenden Ankündigung. 1,2 Milliarden Euro hat die BASF umsonst in die Agrogentechnik gesteckt. Was hätte man mit diesem Geld bereits alles tun können, um den Hunger in der Welt einzudämmen?! Doch die BASF gibt nicht auf; sie konzentriert sich jetzt auf die „attraktiven Märkte in Nord- und Südamerika und die Wachstumsmärkte in Asien“. Den Menschen dort muss unsere Solidarität gelten. Das GeN wird deshalb auch in Zukunft die Machenschaften der BASF kritisieren.

20. Dezember 2011 Christof Potthof

Wir haben es satt!

Auch im kommenden Januar wird es wieder eine Groß-Demonstration in Berlin geben, mit der Bäuerinnen und Bauern gemeinsam mit KonsumentInnen ihre Forderungen nach einer anderen Landwirtschaft an die Politik herantragen. Am 21. Januar 2012 werden wir gemeinsam in Berlin demonstrieren!

Das Gen-ethische Netzwerk schließt sich diesem Aufruf gerne an. Als Mitträger der Kampagne Meine Landwirtschaft sind wir mit vielen Verbänden eng verbunden. Im August widmete sich der Schwerpunkt unserer Zeitschrift

30. November 2011 Alexander Schwerin

PID und IVF im Wechselspiel. Nun wieder IVF. Bundesfamilienministerin Schröder will die Zahl künstlicher Befruchtungen erhöhen. Die Kassen sollen wieder vollständig die Kosten für die IVF tragen. Seit 2004 werden die Kosten nur noch zu Hälfte und nur für die ersten drei Versuche übernommen. Schröder sieht ihren Schritt zurück zur alten Regelung als Teil eines größeren Konzeptes. Dazu gehörten Änderungen im Adoptionsrecht und die bessere Vereinbarkeit von Studium und Elternschaft. Deutschland soll mehr Kinder haben! Und die PID ist nun mit im Boot.

14. November 2011

Zahlen Sie mit Ihrer DNA? Während die individuelle Genom-Medizin vor allem heiße Luft ist, sind Online-Netzwerke, Kaufhäuser und Versicherungsunternehmen längst den digitalen Fingerabdrücken ihrer KundInnen auf der Spur. Das Kreditkartenunternehmen VISA setzt der Datenjagd nun noch die Krone auf und will Informationen über das Kaufverhalten mit Informationen aus genetischen Datenbanken zusammenführen. Wie das Wall Street Journal in Erfahrung brachte, hat Visa einen entsprechenden Patentantrag mit dem Titel „Systeme und Methoden zur Entwicklung von zielgruppen-orientierter Werbung“ bereits im letzten Jahr ...

24. Oktober 2011 Uta Wagenmann

Fußball für mehr Organe. Bayer Leverkusen, Mönchengladbach und der 1.FC Köln haben angekündigt, in ihren Stadien nicht nur Informationsflyer zur Organspende, sondern auch Spender-ausweise großflächig zu verteilen. Die Werbekampagne ist Teil eines von AOK und Deutscher Stiftung Organtransplantation (DSO) betriebenen Aktionsbündnisses, das die Zahl der Spender im Rheinland erhöhen will. Die Fußballvereine versuchten zu helfen, so Rudi Völler, Sportdirektor bei Leverkusen. Fragt sich allerdings, wem. Wohl kaum dem Ansehen der DSO, das derzeit durch den Verdacht auf Vetternwirtschaft und Korruption erschüttert wird.

14. Oktober 2011 Alexander Schwerin

Bundesregierung auf Du und Du mit Glyphosat Das weltweit meist verkaufte Unkrautvernichtungsmittel ist Glyphosat. Ohne Glyphosat kein Soyaanbau in Südamerika kein Fleisch für die nimmer-satten Europäer. Eine argentinische Studie schlägt jetzt Alarm: Im Tierversuch führt Glyphosat zu schwersten Missbildungen. Dabei ist höchste Eile geboten: Auf europäischer Ebene wird gerade die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat verhandelt. Was macht aber die Bundesregierung: nichts. Wer kann auch verlangen, wegen gesundheitlicher Risiken von ArbeiterInnen in Südamerika deutsche wirtschaftliche Interessen zu gefährden?

6. Oktober 2011 Alexander Schwerin

„Organspende“-Kitsch. „In Apotheken, Einkaufszentren, Möbelhäusern und Behörden wird der Kunde mit Werbebroschüren und Organspenderausweisen versorgt und um Spendenbereitschaft gebeten. Wenn etwas nicht stimmt, wird das zuallererst an den Sprachregelungen kenntlich. Sanft und süß klingen die Worte 'Spende', 'Geschenk', 'Körpergabe'. Mit der Klaviatur des weihevollen Kitsches und der Rührseligkeit soll der Bürger darauf eingestimmt werden, seine Bürgerpflicht zu tun." Kritische Stimmen existieren unter diesem Sprachbrei kaum noch. Eine Ausnahme ist die taz-Autorin Gabriele Goettle, deren Artikel mit diesen Worten beginnt ...

24. September 2011 Uta Wagenmann

Personalisierte Medizin als Maschine zum DNA-Sequenzieren. In aller Munde ist die personalisierte Medizin. Diagnostik und Therapie sollen in Zukunft auf die genetischen Veranlagungen des Patienten abgestimmt werden und damit die Chance auf Sicherheit und Wirksamkeit erhöhen. So jedenfalls das Versprechen. Zunächst einmal muss geforscht werden. Und dazu muss die DNA-Information von vielen Menschen gesammelt werden. Kommerzielle Anbieter reiben sich die Hände, und die Genomforscher auch, weil ihnen das neue Versprechen volle Datenbanken beschert. (Und Alle machen wieder mit.)

15. September 2011 Alexander Schwerin

„Wir konzentrieren uns darauf, Antworten auf den Hunger nach Agrarrohstoffen einer sich rasant wandelnden Welt zu finden“, sagt Sandra Peterson, Vorstandsvorsitzende von Bayer Crop Science. Damit begründete sie, warum Bayer die Forschungsausgaben für Agrogentechnik bis 2015 verdoppeln möchte. Neben Baumwolle, Raps und Gemüse will Bayer sich nun mit Sojabohnen, Reis und Weizen beschäftigen. Wie man inzwischen weiß, hat die Agrogentechnik den Hunger bislang nicht bekämpfen können. Mit dem Stopp der spekulativen Verteuerung von Lebensmitteln könnte man dagegen viel und schnell erreichen.

5. September 2011

„Nachholenden Gen-Gerechtigkeit“ als Werbestrategie. Die Biotechfirma 23andMe, finanziell und personell eng verbandelt mit dem Internetunternehmen Google, wartet mit einer neuen Strategie zur Ausweitung seiner Zielgruppen auf. Rund 10.000 AfroamerikanerInnen können in einem neuen Projekt einen kostenlosen Genomcheck machen lassen. Bei den AfroamerikanerInnen handele es sich um eine in der Genomforschung bislang vernachlässigte Bevölkerungsgruppe, so die offizielle Begründung. „Wir wollen die Teilnehmer für diese Forschung begeistern, deshalb sagen wir ...