Biopatente

Gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere werden patentiert. Das Gleiche geschieht mit Organismen, die mit - wie es im Gesetz heißt - „im Wesentlichen biologischen“ Züchtungsmethoden hergestellt wurden.

Für viele Kritiker*innen von Gen-, Bio- und Reproduktionstechnologien sind die sogenannten Biopatente Bausteine eines Wirtschaftssystems, das sie nicht akzeptieren wollen. Hier manifestiert sich Konzernmacht. Die Unternehmen wollen Kontrolle über genetische Ressourcen ausüben. Und Patentämter bevorteilen die Anmelder*innen der Patente.
Mit Systemen wie zum Beispiel Open-Source-Lizenzen sollen Alternativen angeboten und Diskussionen angestoßen werden.

Im Gen-ethischen Netzwerk setzt sich die unabhängige Initiative Kein Patent auf Leben! unablässig gegen Patente auf Gene, Zellen, Organismen und Sorten ein, auch international im Bündnis No Patents on Seeds.

Beiträge zu diesem Thema

  • GID-Ausgabe
    190
    vom Oktober 2008

    Patente in der Landwirtschaft

    Patentierung von Lebewesen - das ist seit mehr als zehn Jahren ein Thema, das vielen Menschen nahe geht. Ob Patente auf Gene, auf Körperteile, Saatgut oder ganze Pflanzensorten und Tierrassen.

  • Keine Patente auf Tiere, Pflanzen und Saatgut!

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    Demonstration am 23. Oktober in München. Treffpunkt und Start: 10 Uhr am Isartorplatz Mit Ihrer Hilfe sind über 35.000 Unterschriften gegen das Patent auf Brokkoli gesammelt worden. Ganz herzlichen Dank dafür! Diese Unterschriften werden wir dem Europäischen Patentamt im Rahmen der Demonstration offiziell übergeben.

  • Bauernrechte im Konflikt mit dem geistigen Eigentum

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    Fachtagung der Interessengemeinschaft Nachbau, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und Kein Patent auf Leben! am 8. Oktober 2008 in der Niedersächsische Landesvertretung in Berlin-Mitte

  • (Wieder) entdecktes Wissen

    Von
    Corinna Heineke , 10. Mai 2007

    Kurz vor der Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) in Cancún, Mexiko, hatte die Diskussion über die Bedingungen des Zugangs zu genetischen Ressourcen und den damit assoziierten traditionellen Wissensformen und Praktiken indigener und ländlicher Gemeinschaften an Fahrt gewonnen. Dabei ist vor allem ein afrikanischer Vorschlag, lokales Wissen als geistiges Eigentumsrecht zu definieren, höchst kontrovers.

  • Biopatente: Paradigmenwechsel in der Medizin?

    Von
    Otmar Kloiber , 10. Mai 2007

    Im Streit um die Umsetzung der EU-Biopatentrichtlinie geht es um die Grundsatzfrage, ob das menschliche Genom patentierbar sein sollte. Die Bundesärztekammer beantwortete diese Frage am 6. Juni in der "Erklärung von Berlin" mit einem klaren "Nein". Denn bereits jetzt zeigen sich die negativen Folgen der Patentierungspraxis innerhalb der Medizin.