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Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

(Aachen/ Berlin/ München, 1. Dezember) Im Zeitraum von 2012 bis 2013 sanken die Versuchstierzahlen leicht um 1,7 Prozent auf insgesamt 2.997.152 Tiere. Das wurde heute in der aktuell erschienenen Bundesstatistik des Bundeslandwirtschaftsministeriums veröffentlicht.

(Berlin und Köln, November 2014) Das Gen-ethische Netzwerk und das Komitee für Grundrechte und Demokratie fordern in einer gemeinsamen Pressemitteilung eine kritische Auseinandersetzung mit der "Nationalen Kohorte" (NAKO). Das gigantische Biobankprojekt, das Bioproben von 200.000 Menschen in der Bundesrepublik sammeln und 20 Jahre lang von ihnen Daten zu Gesundheit und Lebensstil erheben will, wurde am 10. November offiziell eröffnet und wird von Politik und Betreibern als "Gesundheitsstudie" beworben. Tatsächlich aber wird hier ohne konkrete wissenschaftliche Fragestellungen eine Proben- und Datensammlung angelegt, die industrielle und gesundheitspolitische Begehrlichkeiten wecken wird, vor denen ProbandInnen nicht ausreichend geschützt sind.
 



(Berlin, November 2014) Obwohl sie in beängstigender Geschwindigkeit wachsen und international vernetzt werden, finden polizeiliche DNA-Datenbanken selbst in der derzeitigen Überwachungsdiskussion kaum Beachtung. Um diesem Umstand abzuhelfen, hat das GeN jetzt ein Buch herausgegeben, das wir am 27.11. in Berlin vorstellen. Gemeinsam mit Matthias Monroy, (unter anderem aktiv bei www.netzpolitik.org und Bürgerrechte & Polizei/CILIP) und allen Interessierten wollen wir über Fehlerquellen und gefährliche Weiterentwicklungen der DNA-Profilanalyse und über die Expansion polizeilicher DNA-Datenbanken diskutieren und anschließend das Erscheinen des Buches feiern.

(Berlin, 5. November 2014) Verschiedene Verbände aus den Bereichen Umwelt- und Verbraucherschutz, Saatgut und Landwirtschaft veröffentlichen heute eine gemeinsame Stellungnahme zum Thema neue Gentechnik-Verfahren. Sie warnen vor der Einführung gentechnisch veränderter Pflanzen und Tiere in der Landwirtschaft, die weder auf Risiken untersucht noch gekennzeichnet werden. Die Verbände, u.a. BUND und Greenpeace, veröffentlichen ihre Position anlässlich einer Tagung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), die am 5. und 6. November 2014 in Berlin stattfindet und auf der die neuen Technologien vorgestellt werden. Wissenschaftler, Industrie und Behörden beraten über die mit der Einführung der neuen Techniken verbundenen Herausforderungen.*

(Berlin, 1. September 2014) Das Gen-ethische Netzwerk startet eine Unterschriftenaktion gegen die Einführung nicht-invasiver Pränataldiagnostik in die Regelversorgung von Schwangeren. Schon in der vergangenen Woche hatten wir gemeinsam mit BioSkop und dem Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik eine Stellungnahme verfasst, in der wir den Gemeinsamen Bundesausschuss auffordern, seine Entscheidung über die probeweise Einführung des Bluttests auf das Down-Syndrom beim Ungeborenen in die Schwangerenversorgung zurückzunehmen.
(Die Unterschriftenaktion ist abelaufen.)

(2. September 2014) Den Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienstes (GID) haben wir dem Thema „Biosecurity“ gewidmet und veröffentlichen damit auch eine Art Kommentar zu der im Mai dieses Jahres erschienenen Stellungnahme „Biosicherheit – Freiheit und Verantwortung in der Wissenschaft‟ des Deutschen Ethikrates.

(München und Berlin, 2. Juli 2014) In einem offenen Brief fordert ein Bündnis von Organisationen Bundesland­wirtschafts­minister Christian Schmidt (CSU) auf, gegen den Anstieg von Tierversuchen im Bereich Gentechnik aktiv zu werden. Die Organisationen Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Ärzte gegen Tierversuche, Bund gegen Missbrauch der Tiere, Jane Goodall Institut Deutschland, Gen-ethisches Netzwerk, Gesellschaft für ökologische Forschung, Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner, Kein Patent auf Leben!, TASSO e.V., Testbiotech und Wild Chimpanzee Foundation beziehen sich dabei auf die offiziellen Statistiken des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Demnach ist die Anzahl verbrauchter transgener Tiere im Jahr 2012 auf fast eine Million gestiegen. Das entspricht einer Erhöhung um 78 % innerhalb von nur fünf Jahren.

(19. Juni 2014) Das GeN hat heute gemeinsam mit dem Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik Beschwerde beim Deutschen Werberat gegen die Unternehmen LifeCodexx, Natera/Amedes und Ariosa eingelegt, weil sie in ihrer Werbung für vorgeburtliche Bluttests Menschen mit Beeinträchtigungen herabwürdigen. In unserer Beschwerde fordern wir den Deutschen Werberat auf, darauf zu dringen, dass die Werbung eingestellt wird.

(Berlin, 22. Mai 2014) Pünktlich vor den Europawahlen wurden die Spitzenkandidierenden für das Europaparlament heute daran erinnert, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht einverstanden sind mit den derzeitigen Verhandlungen über die Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Mehr als deutlich wurde das durch 715.000 Unterschriften, die das Bündnis TTIP unfairhandelbar seit letztem Herbst gesammelt hat und die den Kandidierenden heute vor der ZDF-Sendung „Wie geht’s, Europa“ in Berlin Mitte symbolisch überreicht wurden. Zum Vergleich für die Größenordnung: Die Stadt Frankfurt am Main hat aktuell rund 685.000 Einwohner/innen. Gesammelt wurden die Unterschriften online und auf der Straße auf zahlreichen Papierlisten.

(München, 16. Mai 2014) Heute veröffentlicht ein breites internationales Bündnis einen Aufruf, die unkontrollierte Ausbreitung gentechnisch veränderter Organismen zu stoppen. Die Initiative fordert insbesondere internationale Verbote der Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen, falls diese sich unkontrolliert ausbreiten können oder es zu einer Anreicherung mit Transgenen im Saatgut der Ursprungsregionen unserer Nutzpflanzen kommen kann. Die Organisationen fordern die Mitgliedsländer der Konvention über die Biologische Vielfalt (CBD) und des Cartagena-Protokolls auf, jetzt aktiv zu werden. Denn nach dem Wortlaut des Cartagena-Protokolls, das Teil der CBD ist, muss die biologische Vielfalt vor einer länderübergreifenden, unkontrollierten Ausbreitung gentechnisch veränderter Organismen geschützt werden.