Gen-ethischer Informationsdienst

Einleitung

Der Gen-ethische Informationsdienst (GID) ist die Fachzeitschrift des GeN. Er erscheint seit 1985 und bietet seitdem ein breites Spektrum an kritischen Informationen zu den Entwicklungen in Gen- und Biotechnologie.

Text

Der GID ist die einzige Zeitschrift in Deutschland, die seit über dreißig Jahren regelmäßig und kritisch über sämtliche Gebiete der Gen- und Fortpflanzungstechnologien informiert. Er enthält aktuelle Berichte, Diskussionen und Informationen, Hinweise zu Neuerscheinungen und Veranstaltungen. Der GID erscheint vier Mal im Jahr.

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Unsere Ausgaben

  • GID-Ausgabe
    163
    vom April 2004

    "Ethnische Marker" in der Genomanalyse

    Evas Töchter, Adams Söhne: HUGO* ist ein alter Freund des GID, das kann nach fast fünfzehn Jahren durchaus behauptet werden. Einfach ist es nicht immer gewesen - ist HUGO doch schon in jungen Jahren mit einer ziemlich dicken Klappe umhergezogen. Versprechen waren schon immer seine Stärke, das Einhalten derselben weniger. Nachdem in den letzten Jahren der Euphorie keine Grenzen gesteckt waren, das Genom gilt als entschlüsselt, die x-te Version ist veröffentlicht, macht sich nun Katerstimmung breit. In diesem Jahr fand das Treffen von HUGO in Berlin statt. Versprechen wurden eher zurückgenommen: "Die Frage ist, ob wir darauf achten, die Integrität der wissenschaftlichen Kultur zu wahren, oder ob wir in einen Guerrillakrieg mit der Öffentlichkeit eintreten, indem wir Versprechen machen, die wir letztlich nicht erfüllen können." Töne, die früher nicht auf HUGOs Treffen zu hören waren. Die Zunft der Genom-ForscherInnen weiß nicht so recht wohin mit sich. Ein Genom nach dem anderen wird entschlüsselt, oder, was man derzeit für eine Entschlüsselung hält: das Aneinanderreihen der magischen vier Buchstaben: ATGC. Und ausgerechnet in dieser Phase der Selbstfindung rückt die Politik, nach wie vor vor auf dem ...omik-Trip, den ProtagonistInnen auf die Pelle und verlangt nach umsetzbaren Ergebnissen, die weltweit Wirtschaftsstandorte erhalten helfen.

  • GID-Ausgabe
    162
    vom Februar 2004

    Gentechnik-freie Landwirtschaft

    GVO-freie Regionen weltweit: Was vor wenigen Jahren noch als Randerscheinung in der Gentechnikdebatte und politisch naive Aktivität betrachtet wurde, hat sich spätestens im Laufe des letzten Jahres zu einer weltweit ernst zu nehmenden Bewegung entwickelt - die Ausrufung Gentechnik-freier Zonen.

  • GID-Ausgabe
    161
    vom Dezember 2003

    Gentests

    Medizinische Tatsache oder statistisches Kalkül: Biotech- und Pharmafirmen haben erkannt, dass Gentests neue Einnahmequellen erschließen und der Markt dabei sogar auf gesunde Menschen mit angeblich "belastenden Genen" ausgeweitet werden kann. Helen Wallace, Gene Watch UK, beschreibt aktuelle Forschungsschwerpunkte der Diagnostikindustrie und die gesellschaftlichen Probleme, die daraus entstehen. Thomas Lemke analysiert die Regierung genetischer Risiken, und Gerd Gigerenzer fragt sich wie man Risiken kommuniziert man Risiken? Ausserdem vermittelt ein Interview mit Gentest24 Eindrücke aus der Praxis

  • GID-Ausgabe
    160
    vom Oktober 2003

    Patente, Pillen und Piraten

    Das doppelte Genom: Im Text der Patentierungsrichtlinie der Europäischen Union ist von zwei Genomen die Rede: Dem natürlichen Genom, das nicht patentiert werden darf, steht die technisch produzierte Genomsequenz gegenüber. Hier findet eine Übersetzung zwischen den unterschiedlichen Wissensordnungen und Beschreibungsweisen des Laborsystems und des Rechtssystems statt. Paradoxerweise wird dabei gleichzeitig der Schutz des Genoms und seine Entschlüsselung zur gesellschaftlichen Pflicht erhoben.

  • GID-Ausgabe
    159
    vom August 2003

    Forschung: Wie, was warum?

    Forschung im Interesse der Öffentlichkeit? Wie, was, warum? Neuen Technologien gehen Entscheidungen voraus. Diese treffen Akteure aus Wirtschaft, Forschung und Politik. Gaben im Fall der Biotechnologie zunächst vor allem Vertreter der Industrie und Wissenschaft den Ton an, so betraten Mitte der achtziger Jahre auch kritische Akteure die Bühne. Bis heute werden harte wirtschafts- und technologiepolitische Entscheidungen nur im "kleinen" Kreis entschieden, während Zukunftsfragen in offeneren Kommunikationszusammenhängen diskutiert werden. Ein Blick auf den Stand der politischen Debatte um die Gentechnik.