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genome editing

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Noch im Jahr 2015 hatten sich hochrangige internationale Forscher_innen für ein Moratorium für Genome Editing an menschlichen Embryonen ausgesprochen. Schon auf dieses hatten sie sich jedoch nicht endgültig einigen können. Nun gab eine Stellungnahme der US-amerikanischen Wissenschaftsakademien den Startschuss für das Ende der Zurückhaltung - auch für deutsche Wissenschaftler_innen.

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Mit dem am 29.03.17 veröffentlichten DiskussionspapierEthische und rechtliche Beurteilung des genome editing in der Forschung an humanen Zellen versuchen Wissenschaftler_innen der Leopoldina Druck aufzubauen, um das Embryonenschutzgesetz zu kippen. Sie sprechen sich darin nicht nur für die Forschung an Embryonen aus, sondern auch für die generelle Akzeptanz der „Keimbahntherapie“, also Genome Editing an Embryonen zum therapeutischen Zweck. Wurde Ende 2015 international noch über ein Moratorium diskutiert, also um eine internationale Einigung  darüber gerungen, diese Techniken nicht an menschlichen Embryonen anzuwenden, werden jetzt nationale Forschungs- und Wettbewerbsinteressen angeführt, um diese Anwendung auch in Deutschland zu legalisieren. Das Gen-ethische Netzwerk findet es besorgniserregend, dass Wettbewerbsargumenten so viel Gewicht beigemessen wird und weist darauf hin, dass die Technik keineswegs so genau ist, wie die Begriffe „Genchirurgie“ und „Genschere“ nahelegen.

(Berlin, Hamm, München, 23. März 2017) Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), das Gen-ethische Netzwerk (GeN) und Testbiotech haben sich in einem gemeinsamen Brief an die Niedersächsische Landesregierung gewandt und um Aufklärung zur Forschung mit gentechnisch veränderten Fliegen gebeten. Anlass ist ein Interview mit Ernst Wimmer von der Universität Göttingen. Darin berichtet der Entwicklungsbiologe über Experimente mit gentechnisch veränderten Fliegen, die er in einem Labor durchgeführt hat, das nicht die vorgeschriebenen Sicherheitsstandards erfüllt. Wimmers Insekten sind gentechnisch so verändert, dass sich ihre Eigenschaften besonders schnell innerhalb der Art ausbreiten können. Experten sprechen von einem sogenannten Gene Drive. Der Mechanismus soll dafür sorgen, dass nur noch die männlichen Nachkommen fortpflanzungsfähig sind. Dadurch kann es zum Zusammenbruch der Insektenpopulation kommen.

Aus Anlass der aktuellen Diskussion über neue Gentechnik-Verfahren erneuert das Gen-ethische Netzwerk (GeN) seine Kritik an der Anwendung von Gentechnik in der Landwirtschaft und der Medizin. Für uns sind beide Anwendungsfelder eng miteinander verknüpft. Technische und regulative Probleme, die in dem einen Bereich eine Rolle spielen, sollten in dem anderen zum Thema gemacht werden. Wir betrachten es als unsere Aufgabe, hierauf aufmerksam zu machen – ebenso wie auf die ökonomischen Interessen und behindertenfeindlichen Diskurse, die hinter den Versprechen von Genome Editing stehen.

(Berlin, 3. Februar 2017) Das Gen-ethische Netzwerk (GeN) fordert, dass auch in Zukunft jegliche Anwendung von Genome Editing-Verfahren an reproduktiven menschlichen Zellen verboten bleiben muss. Das ist nur eine von insgesamt acht Forderungen, die das GeN in einer heute veröffentlichten Stellungnahme formuliert. Darin setzt sich das GeN sowohl mit dem wissenschaftlichen wie auch dem gesellschaftlichen Umgang mit den neuesten Spielarten der Gentechnik auseinander - sowohl was deren Nutzung in der Medizin wie auch in der Landwirtschaft anbelangt.

Die Jahrestagung des Deutschen Ethikrates zum Thema „Zugriff auf das menschliche Erbgut. Neue Möglichkeiten und ihre ethische Beurteilung“ war gut besucht aber leider inhaltlich frustrierend.

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Das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) und der Forschungsausschuss des Parlaments veranstalten am 29. September gemeinsam ein öffentliches Fachgespräch unter dem Titel »Synthetische Biologie, Genome Editing, Biohacking – Herausforderungen der neuen Gentechnologien«.

Es wird sich in wesentlichen Teilen auf den Arbeitsbericht 164 des TAB „Synthetische Biologie“ beziehen, den das Büro im vergangenen Jahr veröffentlichte. GeN-Mitarbeiter Christof Potthof hat im Rahmen der Erstellung des Berichts ein Kommentargutachten verfasst und wird auch bei dem Fachgespräch mit einem Kommentat im Programm vertreten sein.

(Berlin, 2. März 2016) Der Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienstes (GID) trägt im Februar '16 den Titel Vom Editieren der Gene und Genome - Hoffnungsträger Präzision.
Das Genome Editing, wie es neudeutsch auch genannt wird, stellt alte Fragen wieder - manchmal auch neu.

Wenn Forscher_innen die Heilung von Krankheiten in Aussicht stellen, ist ein Blick auf ihre ökonomischen Aktivitäten oft erhellend. So auch bei CRISPR - im Spiel sind jede Menge Gewinnerwartungen.

Die EU-Kommission entscheidet, ob neue Gentechnik-Verfahren nach dem Gentechnikrecht reguliert werden oder nicht. Wann sie das tun wird, ist weiter unklar.