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Leopoldina

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Mit dem am 29.03.17 veröffentlichten DiskussionspapierEthische und rechtliche Beurteilung des genome editing in der Forschung an humanen Zellen versuchen Wissenschaftler_innen der Leopoldina Druck aufzubauen, um das Embryonenschutzgesetz zu kippen. Sie sprechen sich darin nicht nur für die Forschung an Embryonen aus, sondern auch für die generelle Akzeptanz der „Keimbahntherapie“, also Genome Editing an Embryonen zum therapeutischen Zweck. Wurde Ende 2015 international noch über ein Moratorium diskutiert, also um eine internationale Einigung  darüber gerungen, diese Techniken nicht an menschlichen Embryonen anzuwenden, werden jetzt nationale Forschungs- und Wettbewerbsinteressen angeführt, um diese Anwendung auch in Deutschland zu legalisieren. Das Gen-ethische Netzwerk findet es besorgniserregend, dass Wettbewerbsargumenten so viel Gewicht beigemessen wird und weist darauf hin, dass die Technik keineswegs so genau ist, wie die Begriffe „Genchirurgie“ und „Genschere“ nahelegen.

(Berlin, 14. Februar 2017) Verbände aus den Bereichen Landwirtschaft, Saatgutzüchtung, Umwelt und Technikfolgenabschätzung warnen vor einer Aufweichung der Gentechnik-Gesetzgebung. Aktuell wird diskutiert, ob neue Gentechnik-Verfahren, die zum Teil erst seit wenigen Jahren bei Pflanzen genutzt werden, unter die Regelungen der EU-Gentechnik-Gesetzgebung fallen oder nicht. Mit der gemeinsamen Tagung von Leopoldina, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und Deutschem Ethikrat - „Brauchen wir eine neue Gentechnik-Definition? Naturwissenschaftliche, ethische und rechtliche Perspektiven der Regulierung genom-editierter Pflanzen“ – wird die laufende Diskussion weiter angeheizt.

Deutsche Wissenschaftsakademien haben sich im vergangenen Jahr mit einer Stellungnahme zum Genome Editing geäußert. Gentherapien in der Keimbahn lehnen sie ab.

(Berlin, 10. Juli 2011) Präimplantationsdiagnostik wird zugelassen
Der Bundestag hat am 7. Juli abgestimmt. Bei insgesamt 594 abgegebenen Stimmen haben 326 Abgeordnete mit „Ja“ und damit für eine Änderung des Embryonenschutzgesetzes gestimmt. Eine Selektion von Embryonen darf nun vorgenommen werden.