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Wissenschaftsbetrieb

Wissenschaftsbetrieb

Aus Protest gegen die wissenschaftsfeindliche Politik der US-Regierung gingen im April 2017 tausende Wissenschaftler_innen auf die Straße. Parallel fanden überall auf der Welt, auch in vielen deutschen Städten, Ableger des „March for Science“ statt. Das Gen-ethische Netzwerk (GeN) begrüßt das politische Engagement, das die Forschungscommunity auf die Straße treibt, kritisiert jedoch, dass die Gelegenheit für eine notwendige Kritik am Wissenschaftsbetrieb verpasst wird.

 

 

 

In diesem Flyer erläutern wir unsere Kritik und fordern:

  • Gesellschaftlich relevante Forschung!
  • Interessenkonflikte transparent machen!
  • Open Science - aber mit Datenschutz!
  • Ehrliche Wissenschaftskommunikation!
  • Keine Orientierung an Vermarktungsfähigkeit!

 

(Berlin, 21. April 2017) Aus Protest gegen die wissenschaftsfeindliche Politik der US-Regierung werden diesen Samstag in den USA tausende Wissenschaftler_innen auf die Straße gehen. Parallel finden überall auf der Welt, auch in vielen deutschen Städten, Ableger des „March for Science“ statt. Das Gen-ethische Netzwerk (GeN) begrüßt das politische Engagement, das die Forschungscommunity auf die Straße treibt, kritisiert jedoch, dass die Gelegenheit für eine notwendige Kritik am Wissenschaftsbetrieb verpasst wird.

Der March for Science ignoriert die vielfältigen wissenschaftsinternen Diskussionen, die sich in den letzten Jahren mit den Problemen des Forschungsbetriebes auseinandergesetzt haben, leider gänzlich.

Im neu erschienenen Sammelband „Gemachte Differenz“ zeigt die Berliner „AG gegen Rassismus in den Lebenswissenschaften“: Ein biologisch begründeter Rassismus spielt im Wissenschaftsbetrieb weiter eine Rolle. Eine GID-Redakteurin sprach mit der AG über ihren Aktivismus, über Rassismus und Genetik, und darüber, wie man in Deutschland Rassismus kritisieren kann, wenn der Begriff „Rasse“ diskreditiert ist.

Linke Positionen gegen Humangenetik sind oftmals zerrissen zwischen der Kritik an der Wirkmächtigkeit der Humangenetik einerseits und der Infragestellung ihres Wahrheitsanspruchs andererseits. Insbesondere linke BasisaktivistInnen neigen dabei zur Reproduktion technologischer Mythen.