Informationen und Texte zum Stichwort

Beiträge zu diesem Thema

  • Die Personalisierung der Depression

    Von
    Jonas Rüppel, Laura Schnieder, Thomas Lemke ,

    In der psychiatrischen Forschung und Praxis hat sich in den letzten Jahren ein neues Leitbild etabliert: die Vision einer „Personalisierten Psychiatrie“. Eine Abstimmung von Therapien auf die individuellen Charakteristika der Patient*innen soll nicht nur deren Effektivität erhöhen, sondern auch die volkswirtschaftlichen Kosten psychischer Erkrankungen senken. In einigen Ansätzen ist damit auch eine neue Definition psychischer Erkrankungen verbunden, die kontrovers diskutiert wird. Ein aktuelles Forschungsprojekt untersucht die Dynamiken und Auswirkungen dieses Ansatzes.

  • Biomarkertests ohne Nutzen

    Isabelle Bartram ,

    Können genetische Biomarkertests Brustkrebs-Patientinnen bei einer Therapieentscheidung helfen? Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten der teuren Tests neuerdings für ihre Versicherten. Auch in die ärztliche Behandlungsleitlinie für Brustkrebs wurden die Tests aufgenommen. Doch ihr Nutzen ist nach wie vor umstritten.

  • Kein Nachweis für den Nutzen von Biomarkertests bei der Brustkrebs-Therapieentscheidung

    Isabelle Bartram ,

    Das IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) kann bei der jetzigen Datenlage keinen Nutzen von Biomarkertests bei der Entscheidung für oder gegen Chemotherapie feststellen. Skandalös also, dass die Hersteller ihre Test bisher als „sicher“ und „eindeutig“ an Brustkrebspatientinnen vermarkten konnten und dies wohl auch weiterhin tun werden.

  • Broschüre „Individualisierte Medizin“ erschienen!

    ,

    (Berlin, 2. September 2013) Nach einem Jahr gründlicher Recherche ist sie nun endlich da - die kritische Untersuchung ökonomischer und politischer Interessen, die der Rede von der „individualisierten“ oder „personalisierten“ Medizin zur Zirkulation verhelfen. Neben Analysen und Hintergründen bietet die Broschüre, die ab sofort im GeN-Büro oder online bestellt werden kann, auch Kurzbeschreibungen relevanter Forschungseinrichtungen und -netzwerke, staatlicher Förderprogramme, involvierter pharmazeutischer Unternehmen und der wichtigsten „individualisierten“ Medikamente.
    Interview mit der Autorin zum Inhalt der Broschüre

  • Biomarker in der Onkologie

    Wolf-Dieter Ludwig, Gisela Schott , 11. September 2012

    Ist die Hoffnung begründet, dass Patienten in naher Zukunft eine maßgeschneiderte Therapie erhalten, die anhand von Biomarkern festgelegt wird? Der folgende Beitrag widmet sich dieser Frage anhand einiger Beispiele aus der Krebsmedizin. Die Autoren betonen die Notwendigkeit einer prospektiven Validierung von Biomarkern und warnen davor, ärztliches Handeln allein darauf zu richten, molekulare Krankheitsfaktoren zu erkennen und zu differenzieren.