Jump to Navigation

Monsanto

Monsanto

Die Geschäftspraktiken des Saatgut- und Pestizidkonzerns Monsanto verletzen die Menschenrechte auf Nahrung, Gesundheit und eine gesunde Umwelt. Das ist das eine Ergebnis des Internationalen Monsanto-Tribunals. Zudem fordern die beteiligten JuristInnen Veränderungen im internationalen Recht.

Die geplante Übernahme von Monsanto durch Bayer muss von Behörden auf der ganzen Welt genehmigt werden - auch von der Wettbewerbskommission Südafrikas. Sie sollte das Vorhaben genau prüfen, denn Monsanto dominiert bereits heute ganze Marktsegmente. Die Fusion würde die Machtposition weiter ausbauen und das herrschende Technologie-orientierte Landwirtschaftsregime zementieren.

(Berlin, 25. April 2017) 20 umwelt-, entwicklungs- und agrarpolitische NGOs stellen heute ihren Bericht „Fusion von Bayer und Monsanto – Streitschrift gegen die Ohnmacht der Wettbewerbskontrolle“ der Öffentlichkeit vor. Sie fordern wenige Tage vor der Bayer-Hauptversammlung am kommenden Freitag strengere Regeln für Unternehmensfusionen und weitere Maßnahmen, um Konzernmacht zu begrenzen.
Den Bericht als PDF herunterladen. (3,7 MB)

Die Geschäftspraktiken des Saatgut- und Pestizidkonzerns Monsanto verletzen die Menschenrechte auf Nahrung, Gesundheit und eine gesunde Umwelt. Das ist das eine Ergebnis des Internationalen Monsanto-Tribunals. Zudem fordern die beteiligten JuristInnen ein entschiedenes Eintreten gegen die Diskrepanz zwischen Rechten und Pflichten internationaler Konzerne.

(Den Haag/Berlin, 18. April 2017) Die fünf am Internationalen Monsanto-Tribunal beteiligten Jurist_innen veröffentlichten heute ihr Rechtsgutachten. Darin legen sie dar, dass der Saatgut- und Agrarchemie-Konzern Monsanto - der von der Bayer AG übernommen werden soll - in zahlreichen Fällen die Menschenrechte auf Nahrung, Gesundheit und eine sichere und gesunde Umwelt verletzt hat. Darüber hinaus kritisieren sie die zunehmende Asymmetrie zwischen den Rechten transnationaler Unternehmen auf der einen und ihren Pflichten auf der anderen Seite. Das Gen-ethische Netzwerk (GeN) begrüßt das Gutachten und unterstützt die Forderungen.

 

(Berlin, 6. April 2017) Einen Tag nach der Bekanntgabe der EU-Kommission, auch die zweite Mega-Fusion der Agrarchemie- und Saatgutkonzerne zu genehmigen, rufen 24 Nichtregierungsorganisationen und Netzwerke dazu auf, das Wettbewerbsrecht schärfer zu fassen. In der heute herausgegebenen Erklärung heißt es: „Große, international tätige Konzerne haben vielfältige Möglichkeiten, Preise für Verbraucher*innen anzuheben, Löhne zu senken und mit Patenten sowie anderen Formen geistigen Eigentums den Zugang zu landwirtschaftlichen Produktionsmitteln wie Saatgut und genetischen Ressourcen zu blockieren. Mit der Marktmacht steigt auch der direkte und indirekte Einfluss der Konzerne auf nationale und internationale Politik.“

Bayer will Monsanto übernehmen. Dow und DuPont wollen fusionieren, und Syngenta soll von ChemChina gekauft werden. Wenn alle derzeit geplanten Übernahmen und Fusionen zustande kommen, werden drei Konzernkonglomerate bald über 60 Prozent des globalen Saatgutgeschäfts kontrollieren.

Das GeN hat anlässlich der "Wir haben es satt!"-Demonstration im Januar 2017 ein kleines Faltblatt veröffentlicht. Es stellt die beteiligten Konzerne und ihre Lobbyarbeit zugunsten einer verfehlten Landwirtschaftspolitik kurz vor.

Das Monsanto-Tribunal, das Mitte Oktober in Den Haag stattfand, ist mit dem Ziel angetreten, den Agrarkonzern Monsanto für Menschenrechtsverletzungen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Ökozid zur Verantwortung zu ziehen. Insbesondere der Begriff „Ökozid“ sorgte zum Teil für Verwirrung, Skepsis und offene Fragen. Nach dem Tribunal traf sich der GID mit der Initiative End Ecocide on Earth, deren Ziel es ist, großflächige Umweltzerstörung völkerrechtlich strafbar zu machen.

(pdf)

22 Weizenpflanzen können ausreichen, um den Handel mit dem global drittwichtigsten Getreide vorübergehend einzuschränken. Zumindest dann, wenn es sich um Pflanzen einer gentechnisch veränderten (gv) Weizensorte handelt, die dort auftauchen, wo sie nicht auftauchen dürften. So geschehen im Nordwesten der USA - mal wieder.

Jetzt ist es fast soweit: Der Chemiekonzern Bayer wird den Gentech-Branchenprimus Monsanto übernehmen, sobald AktionärInnen und Kartellbehörden ihre Zustimmung gegeben haben.

(pdf)