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DNA-Analyse

DNA-Analyse

(Berlin, 25. Februar 2017) In einem Beitrag im freien Radio Dreyeckland erklärt Susanne Schultz vom Gen-ethischen Netzwerk, welche Gefahren mit den Gesetzesprojekten einer erweiterten DNA-Analyse verbunden sind und inwiefern es hier um racial profiling geht. Der Beitrag „Risiken und Nebenwirkungen der biologischen Vorratsdatenspeicherung kann im Netz angehört werden.

Wir befinden uns in Hochzeiten sicherheitspolitischer Aufrüstung - das macht auch vor dem Thema DNA-Analyse nicht Halt. Rassistische Hetze in Freiburg nach einem Mord gab den Anstoß. Justizminister Heiko Maas will nun auf der nächsten Justizministerkonferenz die Ausweitung forensischer Analysekompetenzen der Polizei diskutieren.

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In den Niederlanden dient DNA-Technologie dazu, Geschichte und Geschichten im Kontext archäologischer Ausgrabungen zu erzeugen. Ein Beitrag zu den Effekten jener neuen Genetik.

Lutz Roewer leitet die Abteilung für forensische Genetik der Rechtsmedizin an der Charité in Berlin. Für die Kampagne „DNA-Sammelwut stoppen“ befragte der GID ihn zu Möglichkeiten und Grenzen der kriminologischen Genetik und zur Kooperation mit dem Landeskriminalamt Berlin, für das sein Institut jährlich zwischen zehn- und zwanzigtausend DNA-Spuren analysiert.

Gen-ethisches Netzwerk, Berlin. Eine öffentliche DNA-Entnahme bei den Teilnehmern des 14. Europäischen Polizeikongresses veranstaltete das Gen-ethische Netzwerk () am 16. Februar 2011. Ein überdimensioniertes Wattestäbchen hat die Probensammlung überwacht.

Der kriminalistischen DNA-Analyse haftet der Mythos der Unfehlbarkeit an. Es gibt aber vielfältige Grauzonen und Fehlerquellen – von der Schwierigkeit, Mischspuren zu analysieren über Zufallstreffer in Datenbanken bis zu Verunreinigungen im Labor.

Die britische Nichtregierungsorganisation GeneWatch organisiert derzeit eine Kampagne gegen die weltweit größte DNA-Datenbank, die UK National DNA Database der britischen Polizei. Im Zentrum steht die Kritik an der Aufnahme der DNA-Profile von Unschuldigen ab einem Alter von zehn Jahren.

Drei Jahre nach Unterzeichnung des Vertrages von Prüm zur grenzüberschreitenden Polizeikooperation gleichen sechs europäische Länder automatisiert ihre DNA-Datenbanken ab. Nachdem der EU-Ministerrat wesentliche Teile des Vertrages in den EU-Rechtsrahmen überführt hat, sollen die anderen 21 Mitgliedsstaaten in den nächsten Jahren folgen.