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Mais

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Der Anbau von gentechnisch verändertem Mais in Spanien ist vermutlich illegal. In einem neuen Rechtsgutachten werden starke Argumente aufgefahren, die sich auch auf verschiedene aktuelle Zulassungsverfahren auswirken könnten.

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Gentechnisch veränderter (gv) Mais, der unempfindlich gegenüber Trockenheit gemacht wurde, hat sich in den vergangenen Jahren zum wesentlichen rhetorischen Element der Gentechnikdebatte entwickelt. Dies gilt insbesondere auch mit Blick auf den afrikanischen Kontinent. In der Praxis zeigt er sich deutlich weniger erfolgreich.

Afrikanische Länder stehen unter einem enormen Druck, gentechnisch veränderte Pflanzen zuzulassen. Gleichzeitig werden alternative landwirtschaftliche Ansätze entwickelt, die auf lokalem Wissen und Forschung basieren.

In Frankreich ist auch dieses Jahr nicht mit einem Anbau von gentechnisch verändertem Mais zu rechnen. Als Reaktion auf die klare Position der Regierung und die anhaltenden Proteste will Monsanto kein MON810-Saatgut verkaufen.

Trockentoleranter Mais ist zu einem Hoffnungsträger der Gentechnik-Befürworter avanciert. Nicht zuletzt an dieser Pflanze soll sich erweisen, dass die Agro-Gentechnik unentbehrlich ist: zur Linderung des Hungers und als praktisch angewandter Klimaschutz.

Neue Untersuchungen zeigen, dass Eiweiß-Moleküle aus gentechnisch veränderten Pflanzen in der Lage sind, deutliche Immunreaktionen, zum Beispiel Entzündungen, auszulösen. Während österreichische Wissenschaftler betonen, dass die gentechnisch erzeugten Proteine andere, bis dato keine Immunantwort auslösende, Eiweiße „anstecken”, zeigen italienische Forscher die Notwendigkeit, besonders empfindliche Testgruppen, zum Beispiel sehr junge Versuchstiere, zu untersuchen.

Die Beimischung von Agrar-Treibstoffen zu fossilem Diesel und Benzin ist politsch gewollt. Unternehmen erweitern ihre Kapazitäten aufgrund der zu erwartenden Nachfrage. Ein nachhaltiges Konzept beziehungsweise eine Prüfung, welcher Bedarf gedeckt werden kann, fehlen bisher.

Vor rund 10.000 Jahren begannen Mexikos BewohnerInnen, Mais zu kultivieren. In diesem Ursprungszentrum wollen nun transnationale Unternehmen den experimentellen Anbau von transgenem Mais vorantreiben. Eine Kontamination der mehr als 60 heimischen Landsorten wäre gewiss.

Der Bt-Mais MON810 der Firma Monsanto ist eine der dienstältesten gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen weltweit. Während Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die vermeintliche Präzision der Gentechnik zum Beispiel mit Bildchen von Enzymen als zielgenauen „Scheren” dargestellt wurde, setzte Monsanto zur Entwicklung von MON810 bereits so genannte Genkanonen ein. Mit diesen werden neue Genfragmente mit Hilfe von Partikeln in Zellen geschossen. Wie die letztendlich integrierten DNA-Sequenzen aussehen und an welchem Ort sie tatsächlich eingebaut werden, ist auch 2008 noch unklar. Gv-Pflanzen waren, sind und bleiben Zufallsprodukte.

Die VERBIO AG gehört zu den grössten Herstellern von Bioethanol und Biodiesel in Deutschland. Der GID führte ein Gespräch, in dem es unter anderem um den Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen bei der Produktion von Agrar-Kraftstoffen und eine nicht mehr bestehende Koexistenz-Vereinbarung mit Monsanto geht.