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Thomas Lemke ist Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Biotechnologie, Natur und Gesellschaft am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Beiträge der Autorin oder des Autors

  • Die „Hochzeit“ von Public Health und Genetik

    Thomas Lemke , 26. Oktober 2007

    Während „Public Health Genetics“ in anderen Staaten längst ein eigenständiges wissenschaftlich-politisches Feld darstellt, haben sich hierzulande erst in den letzten Jahren die Bemühungen verstärkt, genetisches Wissen in Forschung und Praxis von Public Health umfassend zu integrieren. Die dabei verfolgten Konzepte von Gemeinwohlverpflichtung und sozialer Verantwortung kommen aktuellen gesundheitspolitischen Tendenzen entgegen.

  • Genetische Risiken in der Ratgeberliteratur

    Von
    Thomas Lemke , 18. April 2007

    In den letzten Jahren sind eine Reihe von Ratgebern publiziert worden, die die Veralltäglichung genetischen Wissens dokumentieren. Sie verbinden die Darstellung von Orientierungswissen mit der Ausarbeitung praktischer Verhaltenslehren und verkoppeln Formen der Selbstführung mit Techniken zur Führung anderer.

  • Die Regierung genetischer Risiken

    Von
    Thomas Lemke , 17. Januar 2007

    Spricht man von "genetischen Dispositionen" oder "Risiken", so verweist dies nicht auf klinische Tatsachen, sondern auf statistische Kalkulationen. Dieses abstrakte Risikokalkül sieht vom konkreten Individuum ab, eröffnet aber gerade dadurch den Weg zu einer individualisierten Prävention. Durch das Konzept des genetischen Risikos werden gesellschaftliche Kräfteverhältnisse umgestaltet, kollektive Risiken werden privatisiert.

  • Untersuchungen ohne Eigenschaften

    Von
    Thomas Lemke , 14. Februar 2005

    Nach jahrelanger Verzögerung kommt die von der rot-grünen Regierung in den Koalitionsvereinbarungen von 1998 bereits angekündigte Gesetzgebung zur Gendiagnostik in Schwung. Im Herbst letzten Jahres gelangte ein Arbeitsentwurf des Gesundheitsministeriums für ein "Gesetz über genetische Untersuchungen bei Menschen" an die Öffentlichkeit. Dieses Gendiagnostikgesetz soll den Einsatz von Genanalysen regeln und unter anderem verhindern, dass jemand aufgrund seiner genetischen Konstitution diskriminiert wird.