Materialien

Mehr Fragen als Lösungen

Der IPCC-Bericht von 2021 lässt keinen Zweifel daran, dass die Klimakrise bereits ganz real ist. Maßnahmen zu ihrer Bewältigung müssen schnell ergriffen werden. Die Autor*innen argumentieren, warum die Gentechnik und ihre hypothetischen Innovationen mehr Fragen und Risiken aufwerfen, als Antworten auf bestehende Probleme zu geben.

➤ Global 2000 und BUND (2022): Klimakrise: Warum neue Gentechnik keine Lösung ist. Online: www.bund.net oder www.kurzelinks.de/gid261-pah.

Synthetische Lebensmittel

Der Report argumentiert, warum synthetische Lebensmittel wie Laborfleisch schnell zu einem weiteren Mittel werden, um noch mehr Macht und Profit in den Händen einiger weniger Lebensmittelgiganten zu konsolidieren, ohne die Folgen der ökologischen Zerstörung, der Verschlechterung der menschlichen Gesundheit und der Verschärfung des Klimawandels zu bedenken.

➤ Navdanya International (2022): The corporate push for synthetic foods: false solutions that endanger our health and damage the planet. Online: www.navdanyainternational.org oder www.kurzelinks.de/gid261-paf.

Weniger Marktmacht für  große Konzerne

Wie können wir nachhaltig produzieren und gutes Essen für alle garantieren? Das Dossier erläutert, wie ein nachhaltiger Umbau der Landwirtschaft und des gesamten Ernährungssystems in Nord und Süd möglich ist und warum die Politik dafür einige Veränderungen anstoßen und die Marktmacht großer Agrarkonzerne beschränken muss.

➤ INKOTA (2022): Klimagerechte Landwirtschaft: Ohne Agrarwende geht es nicht. In: Südlink, 199. Online: www.inkota.de oder www.kurzelinks.de/gid261-pag.

Finanzielle Interessenkonflikte

In ihrer Stellungnahme kritisieren drei Organisationen die Darstellung von Kooperationen zwischen Ärzt*innen und Pharmaherstellern als „quasi natürliche Symbiose“. Sie nehmen damit Bezug auf ein aktuelles Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).

➤ Mezis, Leitlinienwatch und Transparency Deutschland (2022): Stellungnahme (inkl. Hintergrund): Deutsche medizinische Fachgesellschaften verharmlosen Interessenkonflikte. Online: www.mezis.de oder www.kurzelinks.de/gid261-ib.

Queer und schwanger

Das kostenlose Policy-Paper von Ska Salden und dem Netzwerk Queere Schwangerschaften befasst sich mit Diskriminierungserfahrungen queerer Personen in der geburtshilflichen Versorgung, zeigt Handlungsbedarfe auf und macht konkrete Verbesserungsvorschläge.

➤ Gunda-Werner-Institut (Hg.) (2022): Queer und schwanger – Diskriminierungserfahrungen und Verbesserungsbedarfe in der geburtshilflichen Versorgung. Online: www.gwi-boell.de oder www.kurzelinks.de/gid261-ta.

Hauptsache gesund?!

Mit ethischen und rechtlichen Fragen am Lebensanfang beschäftigen sich 14 Artikel der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Ethik in der Medizin; einige davon sind digital frei zugänglich. Thematisiert werden u.a. das selektive Potenzial pränataler Diagnostik, Fragen nach dem Kindeswohl und elternzentrierter Entscheidungsfindung für Frühgeborene.

➤ Ethik in der Medizin (2022): „Hauptsache das Kind ist gesund?“, Volume 24, Issue 1. Online: www.springer.com oder www.kurzelinks.de/gid261-tb.

Saatgut als Menschenrecht

FIAN argumentiert in dem Papier, warum Saatgut als Menschenrecht behandelt werden sollte. Dabei werden die jüngsten Entwicklungen im Hinblick auf die Anerkennung eines Rechts auf Saatgut erläutert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung der Anerkennung und des Schutzes der Saatgutsysteme von Indigenen.

➤ FIAN International (2022): Time for human rights-based seed policies – safeguard biodiversity and the right to food. Online: www.fian.org oder www.kurzelinks.de/gid261-ja.

Ökologisches Heterogenes Material

Die Broschüre richtet sich an alle, die Saatgut herstellen oder vermarkten. Die neue EU-Bio Verordnung ermöglicht es, Saatgut aus „ökologischem heterogenen Material“ auf den Markt zu bringen. Dies soll längerfristig die biologische Vielfalt erhöhen. Seeds­4all hat die wichtigsten Regeln zusammengefasst und erklärt.

➤ Seeds4all (2022): Ökologisches Heterogenes Material: Neue Vermarktungsregeln für vielfältiges Saatgut. Online: www.seeds4all.eu oder www.kurzelinks.de/gid261-jb.

GID-Redaktion

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GID Meta
Erschienen in
GID-Ausgabe
261
vom Mai 2022
Seite 38 - 39

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