Radio / Film / Podcast

Debatte um die neue Gentechnik

Der Bayrische Rundfunk hat in einer halbstündigen Sendung die Debatte um die Regulierung der neuen Gentechnikverfahren in der Landwirtschaft aufgenommen. Auch wenn der Grundtenor der Moderation eher befürwortend ist, kommen sowohl Befürworter*innen als auch Kritiker*innen zu Wort. Fazit der Sendung: Es braucht eine angstfreie und faktenbasierte Debatte.

Hofmann, J. (13.01.2023): Grüne Gentechnik: Soll sich Deutschland trauen? BR – Unser Land, 29 Min. Online: www.ardmediathek.de oder www.kurzelinks.de/gid265-de.

 

Neue Gentechnik aus Sicht der biologischen Landwirtschaft

Das Forschungsinstitut biologischer Landbau (FIBL) hat zwei Podcastfolgen zum Thema neue Gentechnik veröffentlicht. Im ersten Teil geht es um eine Einschätzung der Lage: Was steht eigentlich zur Diskussion und was sind die Erfahrungen aus der Gentechnik. Gäste sind die Wissenschaftlerin Monika Messmer vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL, Martin Bossard von Bio Suisse, dem Dachverband der Schweizer Biobäuerinnen und Biobauern, und Charlotte Aichholz, Pflanzenzüchterin bei Sativa Rheinau, einem Betrieb der biologisches und biodynamisches Saatgut züchtet, vermehrt und vertreibt. In der zweiten Folge werden die die Vor- und Nachteile der neuen Gentechnologien besprochen.

Hämmerli, F. (20.01.2023): Podcast: Gentechnik in der Landwirtschaft Teil 1 & 2 Was könnte sich ändern, wenn sich die Gesetzeslage zu Gentechnik verändert und welche Vor-und Nachteile haben die neuen Gentechniken? FIBL, jeweils ca. 30 Minuten. Online: www.fibl.org oder www.kurzelinks.de/gid265-df.

 

Vom Labor in den Stall

Die neue Gentechnik hat zu einem Boom geführt bei der Forschung und Entwicklung von gentechnisch veränderten Nutztieren. In unserer neuen Podcastfolge sprechen wir mit Zofia Hock von der SAG darüber, was sich durch die neuen Verfahren geändert hat, welche Probleme bleiben und über Alternativen in der Nutztierhaltung.

GeN (07.03.2023): Hingehört & Nachgefragt, Folge 18: Gentechnisch veränderte Nutztiere – Boom in der Forschung durch Genom Editing. 28 Minuten. Online: www.gen-ethisches-netzwerk.de/podcast.

 

Wem gehört das Saatgut?

Im Mai feiert „The Last Seed“ Berlin-Premiere. Der Dokumentarfilm zeigt, wie Saatgut- und Pestizidkonzerne die Landwirtschaft auf dem afrikanischen Kontinent bedrohen. Der Ernst der Lage wird schnell deutlich, wenn z.B. eindrückliche Luftaufnahmen uns das Ausmaß der riesigen Monokulturen vor Augen führen. Zu Wort kommen afrikanische Expert*innen: Wissenschaftler*innen, Bäuer*innen, Vertreter*innen von Organisationen im Bereich ökologischer Landwirtschaft und lokale Verantwortungsträger*innen. Der Film bleibt aber nicht bei einer erschreckenden Ist-Aufnahme stehen, sondern zeigt auch Gegenentwürfe, die in lokalen Kleinprojekten, in Samenbanken und universitären Forschungsprojekten entwickelt und erprobt werden.

Rosa Luxemburg Stiftung, Alliance for Food Sovereignty in Africa, Biowatch South Africa, PELUM Tanzania (2022): The Last Seed. 77 Min., Sprachen: Englisch, Jola, Swahili. Mehr Infos: www.thelastseed.org.

 

Drei Paare, ein Ziel

Mit einer fünfteiligen Serie widmet sich der Bayrische Rundfunk dem Thema Kinderwunschbehandlung. Die Dokumentation begleitet drei Paare, die sich an unterschiedlichen Punkten in diesem Prozess befinden. Die Höhen und Tiefen, Hoffnungsmomente und Rückschläge werden durch die unkommentierte Erzählweise deutlich. Die Nahbarkeit der Betroffenen, ihrer Sorgen und Wünsche vermittelt einen realistischen Eindruck – auch davon, wie langwierig, schmerzhaft und auch kostspielig ein solches Unterfangen sein kann und wie sehr dies auch Beziehungen auf die Probe stellt. Was aber fehlt, ist eine Vermittlung des Prozederes: Was passiert da eigentlich? Was ist ein Embryonentransfer? Ebenso verzichtet wurde auf kritische Fragen, z.B. nach der Option, ein Kind zu adoptieren.

BR (2023): 3 Paare, ein Ziel. Wir wollen ein Baby. 5 Episoden á ca. 30 Min. Online: www.ardmediathek.de.

 

Genetische Gerechtigkeit

Als Gegenveranstaltung zum Third International Summit on Human Genome Editing (siehe dieses Heft S.30 hatte das Center for Genetics and Society (CGS) Expert*innen aus der Behindertenbewegung und andere Vertreter*innen einer zivilgesellschaftlichen Perspektive zu einer zweitägigen Online-Veranstaltung eingeladen. Sie diskutierten vererbbare genetische Veränderungen am Menschen in Bezug auf Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit. Die Konferenz ist – mit American Sign Language-Interpretation und Untertiteln – als Webinar nachschaubar.

CGS (27.-28.02.2023): Genetic Justice from Start to Summit. Webinar, 1. Teil 86 Min. und 2. Teil 119 Min. Online: www.geneticsandsociety.org oder www.kurzelinks.de/gid265-bg.

 

GID Meta
Erschienen in
GID-Ausgabe
265
vom Mai 2023
Seite 36 - 37

GID-Redaktion

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