Anbau

Soja, Mais, Raps und Baumwolle - das sind die Nutzpflanzen, die das Gros der gentechnisch veränderten Pflanzen weltweit ausmachen. Die wichtigsten Eigenschaften, die mit der Gentechnik übertragen wurden, sind Toleranzen gegenüber einem oder mehreren Herbiziden oder die Fähigkeit zur Produktion von Insektengiften.

Mit der Verwendung der Herbizid-toleranten Pflanzen ist der Einsatz der entsprechenden Gifte obligatorisch geworden und massiv angestiegen. Die Vergiftung weiter Teile Südamerikas ist nur eine Folge. Die von den Pflanzen produzierten Insektengifte können auch Nützlinge treffen.

In der EU findet bis heute fast kein kommerzieller Anbau von gv-Pflanzen statt. Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich dafür ein, dass das auch in Zukunft so bleibt. Darüber hinaus fordern wir, den Import von gv-Pflanzen zur Verwendung als Futtermittel in der EU zu stoppen und Landwirtschaftsmodelle, die auf Gentechnik und Patente setzen, durch agrarökologische Anbaumethoden, Saatgut- und Ernährungssouveränität zu ersetzen.

Beiträge zu diesem Thema

  • Gentechnisch veränderte Baumwolle

    Von
    Judith Düesberg ,

    Am 7.Oktober, dem World Cotton Day (Welt-Baumwolltag) wollen wir auf die Allgegenwart - fast 80 Prozent der weltweiten Anbaufläche - von gentechnisch veränderter Baumwolle aufmerksam machen. Das hat Folgen für Natur und Landwirtschaft.

  • Option Vielfalt

    Von
    Magdalena Prieler , 6. August 2021

    Eine nachhaltige und klimaangepasste Landwirtschaft beginnt mit vielfältigem und samenfestem Saatgut. Das Europäische Saatgutrecht schränkt die Kulturpflanzenvielfalt aber drastisch ein. Der soeben gestartete Reformprozess muss genutzt werden, um die Vielfalt zu fördern.

  • Ökologische Alternativen zum Pestizideinsatz

    Interview mit
    Maria R. Finckh , 21. Mai 2021

    Der Klimawandel bereitet der Landwirtschaft seit einigen Jahren enorme Probleme. Zudem sind viele Böden degradiert, Wasser wird übernutzt bzw. mit Pestiziden und Dünger kontaminiert und ein Teil der Biodiversität ist schon jetzt verloren. Welche Lösungen können zukünftige Landwirtschaftssysteme bieten, die sich vollständig an der Ökologie orientieren? Ein Interview mit Maria R. Finckh, Professorin für ökologischen Pflanzenschutz in der Landwirtschaft an der Universität Kassel.

  • Open Source Saatgut

    Von
    Matthias Juhas ,

    Durch den verstärkten Flächenzuwachs in der Bio-Landwirtschaft steigt auch die Nachfrage nach geeignetem ökologischen Saatgut. Die Entwicklung der ökologischen Pflanzenzüchtung ist durch fehlende finanzielle Mittel jedoch stark eingeschränkt. In einem auf Gemeingütern basierenden Saatgutsystem werden verschiedene Finanzierungsmodelle vorgeschlagen, wobei entlang der Wertschöpfungskette sog. Open Source Lizenzen (OSL) als wirksame Schutzmechanismen gegen private Verwertung dienen sollen.

  • Genomeditierter Raps erstmals nachweisbar

    Von
    Pia Voelker , 10. November 2020

    Ist eine Pflanze mit neuen Gentechnikverfahren verändert worden? Diese Frage ist nur schwer zu beantworten. Mit einem neuen Nachweisverfahren lässt sich nun eine Rapssorte der Firma CIBUS identifizieren, mengenmäßig bestimmen und von anderen Sorten unterscheiden.