Anbau

Soja, Mais, Raps und Baumwolle - das sind die Nutzpflanzen, die das Gros der gentechnisch veränderten Pflanzen weltweit ausmachen. Die wichtigsten Eigenschaften, die mit der Gentechnik übertragen wurden, sind Toleranzen gegenüber einem oder mehreren Herbiziden oder die Fähigkeit zur Produktion von Insektengiften.

Mit der Verwendung der Herbizid-toleranten Pflanzen ist der Einsatz der entsprechenden Gifte obligatorisch geworden und massiv angestiegen. Die Vergiftung weiter Teile Südamerikas ist nur eine Folge. Die von den Pflanzen produzierten Insektengifte können auch Nützlinge treffen.

In der EU findet bis heute fast kein kommerzieller Anbau von gv-Pflanzen statt. Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich dafür ein, dass das auch in Zukunft so bleibt. Darüber hinaus fordern wir, den Import von gv-Pflanzen zur Verwendung als Futtermittel in der EU zu stoppen und Landwirtschaftsmodelle, die auf Gentechnik und Patente setzen, durch agrarökologische Anbaumethoden, Saatgut- und Ernährungssouveränität zu ersetzen.

Beiträge zu diesem Thema

  • Brasilien verbietet Glyphosat

    Judith Düesberg ,

    In Brasilien, dem Land mit dem weltweit höchsten Verbrauch an Agrarchemikalien, ist der Wirkstoff Glyphosat vorerst verboten. Für den Agrarchemie-Konzern Bayer ist diese Entscheidung ein empfindlicher Dämpfer.

  • EU-Gericht stärkt Vorsorgeprinzip

    Christoph Then , 28. Mai 2018

    Nichtregierungsorganisationen können die gesundheitlichen Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen gerichtlich überprüfen lassen. Das hat das Gericht der Europäischen Union jetzt bestätigt.

  • Open Source Saatgut - mehr Problem als Lösung?

    Peter Kunz , 28. Mai 2018

    Im August des vergangenen Jahres (GID 242) berichteten wir über die sogenannte Open Source-Lizenz für Saatgut. Jetzt kommt ein Züchter zu Wort, der die Grundidee dieser neuen Lizenz kritisiert.

  • Standards und Siegel

    GID-Redaktion , 28. Mai 2018

    Die Kennzeichnung gentechnikfreier Nahrungs- und Futtermittel liegt im Trend. Es gibt jedoch kein einheitliches System: Die einzelnen Länder entwickeln jeweils eigene Kennzeichnungs- und Prüfsysteme. Im Folgenden eine Auswahl der im deutschsprachigen Raum verwendeten Standards.

  • Konferenz gentechnikfreier Regionen Europas

    Benny Härlin , 23. Mai 2018

    Am 6. und 7. September findet in Berlin die 9. Europäische Konferenz gentechnikfreier Regionen statt.