Anbau

Soja, Mais, Raps und Baumwolle - das sind die Nutzpflanzen, die das Gros der gentechnisch veränderten Pflanzen weltweit ausmachen. Die wichtigsten Eigenschaften, die mit der Gentechnik übertragen wurden, sind Toleranzen gegenüber einem oder mehreren Herbiziden oder die Fähigkeit zur Produktion von Insektengiften.

Mit der Verwendung der Herbizid-toleranten Pflanzen ist der Einsatz der entsprechenden Gifte obligatorisch geworden und massiv angestiegen. Die Vergiftung weiter Teile Südamerikas ist nur eine Folge. Die von den Pflanzen produzierten Insektengifte können auch Nützlinge treffen.

In der EU findet bis heute fast kein kommerzieller Anbau von gv-Pflanzen statt. Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich dafür ein, dass das auch in Zukunft so bleibt. Darüber hinaus fordern wir, den Import von gv-Pflanzen zur Verwendung als Futtermittel in der EU zu stoppen und Landwirtschaftsmodelle, die auf Gentechnik und Patente setzen, durch agrarökologische Anbaumethoden, Saatgut- und Ernährungssouveränität zu ersetzen.

Beiträge zu diesem Thema

  • Neuer Gen-ethischer Informationsdienst: Umstrittener Weizen (GID 239, Dezember 2016)

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    (Berlin, 19. Januar 2017) Die Redaktion des Gen-ethischen Informationsdienst wünscht zum neuen Jahr alles Gute!

    Wegen der Feier- und Ferientage kommt die Ankündigung der aktuellen Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienst (GID) etwas verzögert. Wir hoffen, dass wir mit den in diesem Heft angesprochenen Themen Ihr Interesse wecken können.

    Im Zentrum des Schwerpunktes steht in dieser Ausgabe der Weizen.

     

    Entwicklungen vom Teller zum Feld - Umstrittener Weizen

     

  • Rezension: Saatgut

    , 12. September 2016

  • Vertane Chance

    Christof Potthof , 12. September 2016

    Einen Blick zurückzuwerfen empfiehlt sich von Zeit zu Zeit und eröffnet zudem die Möglichkeit, die gemachten Erfahrungen nutzbar zu machen. Die Wissenschaftsakademien in den USA haben die Gelegenheit bei einem aktuellen Bericht über gentechnisch veränderte Pflanzen verpasst.

    (pdf)

  • Burkina Faso: Klage gegen Monsanto

    Peter Dörrie , 1. Juli 2016

    Burkina Faso will künftig keine Gen-Baumwolle mehr anbauen. Denn deren Qualität ist zu schlecht. Der Saatgutriese Monsanto bleibt gelassen - noch.

    (pdf)

  • Verbreitung von Gentechnik-Raps muss gestoppt werden

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    (Bad Vilbel, Berlin, Lüneburg, 21. Juni 2016) Die Maßnahmen von acht deutschen Bundes­ländern zur Überwachung des Durchwuchses von gentechnisch verändertem (GV) Raps auf Flächen, die mit dem GV-Event OXY-235 verunreinigt wurden, sind ungenügend. Dies ergaben die Antworten von sieben Landesministerien auf Nachfrage der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgut­arbeit (IG Saatgut) und dem Gen-ethischen Netzwerk (GeN). Die Organisationen fordern die Bundes­länder auf, hier nachzubessern, und eine konsequente, 20-jährige Überwachung der verun­reinig­ten Flächen sicherzustellen.