Anbau

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Soja, Mais, Raps und Baumwolle – das sind die industriellen Nutzpflanzen, die über 95 Prozent der gentechnisch veränderten Pflanzen weltweit ausmachen. Die wichtigsten eingeführten Eigenschaften sind Toleranzen gegenüber einem oder mehreren Herbiziden und die Fähigkeit zur Produktion von Insektengiften.

Mit der Verwendung der herbizidtoleranten Pflanzen ist der Einsatz der entsprechenden chemischen Mittel massiv angestiegen. Durch Mehrfachresistenzen werden unterschiedliche und auch wieder schädlichere Herbizide ausgebracht, die vor allem in den Ländern des Globalen Südens in hohen Mengen eingesetzt werden. Es wird häufig von negativen Effekten auf das Ökosystem und Menschen sowie Resistenzen gegenüber den Stoffen berichtet.

Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich für eine strikte Regulierung von Gentechnik im Anbau ein. Wir fordern die Förderung, Forschung und Umsetzung eines Landwirtschaftsmodels, das nicht auf Gentechnik und Pestizide setzt, sondern agrarökologische Anbaumethoden, Saatgut- und Ernährungssouveränität ins Zentrum stellt.

 

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Beiträge zu diesem Thema

  • Greifswald gentechnikfrei!

    (30. März 2009) Die Bürgerschaft der Hansestadt Greifswald hat in ihrer Sitzung am 30. März den Beschluss gefasst, die Landwirtschaft der Stadt gentechnikfrei zu bewirtschaften. GeN-Mitarbeiter Christof Potthof war als Experte vor Ort und hat den Antrag mit einer zehnminütigen Stellungnahme unterstützt.

  • Pollenmonitoring

    Interview mit
    6. März 2009

    Pollenmonitoring kann eine hilfreiche Methode sein, um herauszufinden, auf welchem Wege geschützte Tierarten mit dem Gift aus gentechnisch veränderten insektenresistenten Maissorten in Kontakt kommen. Dafür liegen nun standardisierte Messmethoden vor, die in Brandenburg bereits angewandt werden.

  • GVO unter Beobachtung

    GID-Ausgabe
    192
    vom
    März 2009

    Die Entwickung der Agro-Gentechnologie wird seit ihren ersten Tagen äußerst kritisch beäugt. Zu recht wie sich herausstellt. Die Zivilgesellschaft hat - nicht selten in Kooperation mit anderen - unzählige Pannen und Skandale aufgedeckt oder verborgene Informationen aus Bergen von Akten ans Tageslicht gezerrt. Mittlerweile ist Achtgeben auch Teil der Regulierung von GVO.

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  • Kein Anbau von genmanipulierten Pflanzen: Bundesweites Treffen der gentechnik-kritischen Bewegung

    Berlin/ Eberswalde 5. 2. 2009 Unter dem Motto „Auf die Bewegung kommt es an?” treffen sich am 7. und 8. Februar 2009 in Eberswalde bei Berlin Kritiker der Agro-Gentechnik. Das Spektrum ist breit: vom Landwirt bis zur Feldbefreierin, vom Imker bis zu Vertretern regionaler Bürgerinitiativen, von Saatgutzüchtern über Kommunen bis zu entwicklungspolitisch Engagierten. Im Mittelpunkt des Treffens stehen Strategien und Aktivitäten gegen Gentechnik im Essen, auf dem Acker und im Stall. Veranstalter sind die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Bioland, BUND, Gen-ethisches Netzwerk, Gentechnikfreie Regionen in Deutschland und Greenpeace.

  • Gentechnisch veränderte Soja

    GID-Ausgabe
    189
    vom
    September 2008

    Die Welt hängt mit ihrem jetzigen Konsumverhalten am Tropf - vermutlich nicht nur an einem. An dem der steten Soja-Produktion aber auf jeden Fall. Die Pflanze war eine der ersten, die gentechnisch verändert wurde. Mit und ohne gentechnische Veränderung erlebt sie derzeit einen Boom.