Nahrungsmittel

Gentechnisch veränderte (gv) Nahrungsmittel sind auf dem europäischen und dem deutschen Markt praktisch nicht zu finden - und das, obwohl gut fünfzig verschiedene gv-Pflanzen als Lebens- oder Futtermittel zugelassen sind. Weltweit gibt es nur wenige Länder, in denen gv-Nahrungsmittel in nennenswertem Umfang auf die Teller kommen, zum Beispiel in den USA oder in Südafrika.

Große Teile der gv-Pflanzen, die weltweit geerntet werden, landen in Futtertrögen. Tierische Lebensmittel (Eier, Milch oder Fleisch), bei deren Herstellung gv-Futtermittel zum Einsatz kamen, werden nicht als gentechnisch verändert angesehen - entsprechend werden diese Produkte auch nicht gekennzeichnet. Gv-Tiere sind in der EU nicht als Lebensmittel zugelassen.

Seit den 1990er Jahren findet in Europa sowie in anderen Teilen der Welt eine sehr intensive gesellschaftliche Debatte über die Nutzung der Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmittel-Produktion statt,  denn der Anbau von gv-Pflanzen erzeugt eine Vielzahl  ökonomischer und ökologischer Probleme.

Beiträge zu diesem Thema

  • Neuartige Lebensmittel

    Christof Potthof , 1. Juli 2016

    Wenn es um die Zukunft der Nahrungsmittel geht, dürfen die sogenannten neuartigen Lebensmittel natürlich nicht fehlen.

  • Freier Marktzugang für GVO?

    Lim Li Ching, Lim Li Lin , 1. März 2016

    Das Trans-Pazifische Partnerschaftsabkommen (TPP) wurde kürzlich unterzeichnet, nun liegt es den elf Vertragsstaaten zur Ratifizierung vor. Eine Analyse des Third World Network zeigt, wie das Abkommen die Gentechnikregulierung in Malaysia und anderen Importländern unterlaufen könnte.

  • Gv-Lachs wieder gestoppt

    Christof Potthof , 1. März 2016

    Die Zulassungsverfahren für das weltweit erste für den menschlichen Verzehr vorgesehene gentechnisch veränderte Tier beschäftigen in den USA und Kanada weiter Gerichte, Behörden und Nichtregierungsorganisationen.

  • Gv-Lachse: Noch keine Entscheidung

    Christof Potthof , 18. November 2014

    Gentechnisch veränderte Lachse könnten weltweit die ersten Tiere sein, für die es eine Zulassung als Lebensmittel gibt.

  • Goldene Super-Bananen?

    Anne Bundschuh , 18. November 2014

    Folgt dem Goldenen Reis nun die „Goldene Banane“? Ein australisches Forschungsteam hat Bananen gentechnisch so verändert, dass sie einen erhöhten Anteil an Betacarotin enthalten. Um die Bioverfügbarkeit des Provitamins A zu untersuchen, sollen zwölf Studienteilnehmerinnen im US-Bundesstaat Iowa die Bananen in den nächsten Monaten essen. Doch wie beim Goldenen Reis bleiben auch hier viele Fragen unbeantwortet.