Risikodebatte und Risikomanagement

Piktogramm: Waage mit Dollar auf der einen, Medizin und Pflanze auf der anderen Seite

Bei den Debatten über Zulassung oder Verbot einzelner gentechnisch veränderter Organismen (GVO) geht es im Wesentlichen um die Risiken für Umwelt und Gesundheit, die mit dem Anbau und dem Verzehr der Pflanzen verbunden sind. Untersuchungen zeigen regelmäßig, dass gentechnisch veränderte Futtermittel negative Auswirkungen auf die Tiergesundheit haben.

Das System, mit dem GVO untersucht werden, muss weiterentwickelt werden. Sogenannte Cocktaileffekte werden bislang nicht ausreichend berücksichtigt. Unabhängige Untersuchungen der GVO können nur sichergestellt werden, wenn das Untersuchungsmaterial allen Wissenschaftler*innen zur Verfügung gestellt wird.

Beiträge zu diesem Thema

  • Die Illusion von Effizienz

    Ein historisches Schwarz-Weiß-Foto zeigt eine große, komplexe Bergbaumaschine in einem Steinbruch oder Tagebau. Mehrere Arbeiter in Arbeitskleidung und Mützen stehen im Vorder- und Hintergrund verteilt, einige nahe kleiner Loren auf Schienen. Die Maschine besteht aus hohen Stahlträgern, Seilen und einem großen Schaufel- oder Fördermechanismus, der sich entlang einer steilen Felswand erstreckt. Die Szene vermittelt frühe industrielle Schwerarbeit.
    Von
    25. November 2025

    Lässt sich der Einsatz von Pestiziden durch den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen reduzieren? Nein, längerfristige Analysen zeigen das Gegenteil. Um das zu erklären, ziehen US-amerikanische Wissenschaftler*innen das Jevons-Paradoxon heran und werfen einen kritischen Blick auf das System Landwirtschaft.

  • Give Peas a Chance?

    Screenshot der KURT-Webseite
    Von
    GeN

    Ein Artikel im KURT Magazin über Gentechnik in der Landwirtschaft am 6.6.2025 zitiert unsere Mitarbeiterin Judith Düesberg: „Die Debatte wird oft aus einer sehr naturwissenschaftlichen Perspektive geführt“, so Düesberg.

  • Nächster Schritt im Verfahren um lascheres Gentechnik-Gesetz

    Vorschaubild
    Von

    Der EU-Rat hat sich auf eine lasche Position zur Regulierung von Pflanzen aus neuer Gentechnik geeinigt. Das GeN ist schwer bestürzt: Wichtige Errungenschaften wie das Vorsorgeprinzip, die Wahlfreiheit und Transparenz werden gekippt. Mit der Rats-Position kann nun der EU-Trilog für einen konkreten Gesetzesvorschlag starten.

  • Mit der Biene lernen, die Natur zu achten

    Nahaufnahme einer Biene im Anflug auf eine Sonnenblume, bedeckt mit Pollen, im Hintergrund leuchtend blauer Himmel
    Von
    27. Februar 2025

    Bienen stehen in komplexen Wechselbeziehungen zu ihren Futterpflanzen, die bis auf die Ebene der Moleküle reichen. Beziehungen die, wie so viele in der Natur, fragil und längst noch nicht genau erforscht sind. Das Beispiel der Biene zeigt wie wichtig eine Risikoprüfung für die Anwendungen der neuen Gentechnik ist.

  • Von der Schutzherrin zum Markt der Möglichkeiten

    Von
    27. Februar 2025

    Die Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) spielt eine wichtige Rolle bei der internationalen Regulierung von Biotechnologien. Einige Länder machten auf dem letzten Treffen, der COP 16, jedoch deutlich, dass sie die Technologien lieber gefördert als reguliert haben wollen. Ein gefährlicher Vorstoß.