Risikodebatte und Risikomanagement

Piktogramm: Waage mit Dollar auf der einen, Medizin und Pflanze auf der anderen Seite

Bei den Debatten über Zulassung oder Verbot einzelner gentechnisch veränderter Organismen (GVO) geht es im Wesentlichen um die Risiken für Umwelt und Gesundheit, die mit dem Anbau und dem Verzehr der Pflanzen verbunden sind. Untersuchungen zeigen regelmäßig, dass gentechnisch veränderte Futtermittel negative Auswirkungen auf die Tiergesundheit haben.

Das System, mit dem GVO untersucht werden, muss weiterentwickelt werden. Sogenannte Cocktaileffekte werden bislang nicht ausreichend berücksichtigt. Unabhängige Untersuchungen der GVO können nur sichergestellt werden, wenn das Untersuchungsmaterial allen Wissenschaftler*innen zur Verfügung gestellt wird.

Beiträge zu diesem Thema

  • Knapp daneben ist auch vorbei

    Von
    6. Februar 2024

    Studien zeigen immer wieder, dass durch neue Gentechniken hergestellte Pflanzen vielfache unbeabsichtigte genetische Veränderungen aufweisen können. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von der Fachstelle für Gentechnik und Umwelt (FGU) erläutert ihre Relevanz für die Risikobewertung. 

  • Prüfverfahren ohne Methode

    DNA-Sequenz mit schwarzen, grünen, roten und blauen Linien und Buchstaben
    Von
    9. November 2023

    Die EU-Kommission will genomeditierte Pflanzen deregulieren, die frei von artfremder DNA sind. Doch ob sich die Abwesenheit von Fremd-DNA zuverlässig prüfen lässt, ist unklar. Eine standardisierte und breit akzeptierte Methode gibt es nicht. Zeit, einen Blick auf das Konstrukt „Fremd-DNA-freie genomeditierte Pflanze“ zu werfen.

  • Ganze Arten mit CRISPR ausrotten?

    Spielsteine mit Tiermotiven
    Von
    9. November 2023

    Gene Drives gehören zu den riskantesten Anwendungen der Gentechnik, die bisher entwickelt wurden. In einer gentechnischen Kettenreaktion erzwingen Gene Drives die genetische Veränderung ganzer Populationen und Arten, indem sie die Vererbung ausgewählter Eigenschaften forcieren.

  • Züchtungsforschung im Kampf gegen den Klimawandel

    Portrait Andreas Stahl
    Interview mit
    9. November 2023

    Während Ansätze der Agrarökologie auf systemische Lösungen setzen, sehen Wissenschaftler*innen der molekularen Züchtungsforschung Gentechnik weiterhin als ein Hilfsmittel, um dem Klimawandel zu trotzen. In diesem schriftlich geführten Interview spricht Andreas Stahl über die zahlreichen Methoden, die der Pflanzenzucht zur Verfügung stehen – mit und ohne Gentechnik.

  • Prüfverfahren ohne Methode

    DNA-Sequenz mit schwarzen, grünen, roten und blauen Linien und Buchstaben
    Von

    Die EU-Kommission will genomeditierte Pflanzen deregulieren, die frei von artfremder DNA sind. Doch ob sich die Abwesenheit von Fremd-DNA zuverlässig prüfen lässt, ist unklar. Eine standardisierte und breit akzeptierte Methode gibt es bisher nicht. Zeit, einen Blick auf das Konstrukt „Fremd-DNA-freie genomeditierte Pflanze“ zu werfen.