Genome Editing und Ethik: Lernplattform eröffnet

Mit einer neuen, multimedialen Ethik-Lernplattform informiert die Freie Universität Berlin im Rahmen ihres Projektes „GenomEdit“ über die biologischen Grundlagen und ethischen Probleme des Genome Editing am Menschen. Das GeN konnte seine Perspektive als Teil des Wissenschaftlichen Beirates der Plattform einbringen.

Während sogenannte somatische Gentherapien seit einiger Zeit zum Einsatz kommen, um Menschen, die von einer erblich bedingten Erkrankung betroffen sind, zu behandeln, ist ein zukünftiger Einsatz des vererbbaren Genome Editing an befruchteten Eizellen und Embryonen ethisch hoch umstritten. Nicht nur die unkalkulierbaren, gesundheitlichen Folgen für den entstehenden Menschen und dessen fehlende Zustimmung zu seiner vorgeburtlichen „Behandlung“ sind ein ethisches Problem. Dr. Isabelle Bartram warnt in einem eigenen Textbeitrag vor dem immensen Diskriminierungspotential, das mit dem gesellschaftlichen Wunsch nach einer vorgeburtlichen Vermeidung von „Erberkrankungen“ einhergeht.

Jugendliche, Erwachsene und Unterrichtende können die kostenlose Plattform nutzen, um sich ein informiertes, ethisches Urteil zum Einsatz des Genome Editing am Menschen zu bilden und um Lehr- und Informationsmaterial zu erhalten.

 


Die Projekt „GenomEdit“ wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert (Laufzeit: 01.09.2018-31.01.2021; FKZ: 01GP1779).