Wissenschaftskritik

Piktogramm: Paragraf, Erlenmeyerkolben, Faust

Wissenschaft wird von Seiten staatlicher Forschungspolitik seit Jahrzehnten als Ausgangspunkt ökonomischen Wachstums betrachtet. Die Förderpolitik zielt in erster Linie auf die Entwicklung ökonomischer Potenziale und vermarktbarer Produkte. Die kooperierende Industrie ist jedoch kein neutraler Partner, sondern beeinflusst – wie viele Studien belegen – oftmals das Ergebnis der von ihr finanzierten Forschung und die Publikation der Ergebnisse.

Durch diese zunehmende Ökonomisierung stehen auch Grundlagenforscher*innen unter dem Druck, spektakuläre Ergebnisse zu produzieren und zu vermarkten. Die Kommunikationsabteilungen wissenschaftlicher Institute tragen dazu bei, mediale Hypes und uneinlösbare Versprechen zu erzeugen. Kein Wunder also, dass Studien immer wieder zeigen, dass ein großer Teil der Forschungsergebnisse nicht reproduzierbar ist.

Beiträge zu diesem Thema

  • Rezension: Landwirtschaft in der Heißzeit

    Das Cover eines Buches von Matthias Martin Becker mit dem Titel „Bodenlos – Wer wird die Welt ernähren?“. Im oberen Teil ist eine stilisierte, rissige Erdoberfläche in Beige-, Gelb- und Blautönen dargestellt, die an ausgetrockneten Boden erinnert. Darunter stehen der Titel und Untertitel „Umbrüche in Agrobusiness und Tierindustrie“. Unten rechts befindet sich das Logo des Verlags PapyRossa.
    Von
    25. November 2025

    Die Landwirtschaft ist eine der Hauptverursacher*innen schädlicher Klimagase und sieht sich gleichzeitig großen Herausforderungen bei der Anpassung an die Klimaerwärmung gegenüber. 

  • Kein Fair Play

    Eine Leichtathletin landet nach einem Weitsprung im Sand. Sie sitzt leicht rückwärtsgelehnt im Sandbett, der helle Sand spritzt um sie herum. Sie trägt einen sportlichen Einteiler in Gelb- und Rottönen mit der Aufschrift „Germany“. Im Hintergrund ist die rote Laufbahn der Sprunganlage zu sehen.
    Von
    25. November 2025

    Im Vorfeld der diesjährigen Leichtathletik-WM wurde bekannt, dass sich weibliche Athletinnen einem genetischen Geschlechtstest unterziehen müssen, um am Wettkampf teilzunehmen. Dieses Verfahren ist nicht nur diskriminierend, es fußt auch auf wissenschaftlich fragwürdigen Grundlagen.

  • Aus Korn wird Kapital – wirtschaftliche und politische Interessen rund um Gentechnik

    GID-Ausgabe
    275
    vom
    November 2025

    Gentechnologien entstehen nicht im luftleeren Raum. Ihre Entwicklung und ihre Anwendung in der Landwirtschaft sind geprägt von Wirtschaftsinteressen und globalen Machtverhältnissen. Wie groß ist die Macht der Agrarkonzerne über das Saatgut? Drängt nun das Silicon Valley dazwischen? Welche Folgen hat der Anbau von Gentechnik-Pflanzen für Kleinbäuer*innen in Ländern des Globalen Südens? Und welche alternativen Ansätze gibt es?

    Titelblatt des GID Magazins Nr. 275 (November 2025). Auf dem Cover liegt ein Maiskolben mit goldenen, metallisch glänzenden Körnern auf einem dunkelgrünen, samtigen Stoff. Einige goldene Maiskörner sind daneben verstreut. Oben steht der Titel „GID MAGAZIN – Informationen und Kritik zu Fortpflanzungs- und Gentechnologie“. In roten Textfeldern: „Aus Korn wird Kapital – Wirtschaftliche und politische Interessen rund um Gentechnik“. Unten drei Teaser: „Die Illusion von Effizienz“, „Kein Fair Play“, „Gesetzliche

  • Rezension: Queering Nature

    Illustration mit Tieren, Pflanzen und Korallen um einen pinken Kreis mit dem Schriftzug ‚Queering Nature‘, ergänzt durch kleine Regenbogenherzen.
    Von
    25. August 2025

    Wussten Sie, dass bei einem Viertel aller Korallenriff-Fischarten alle oder einige Fische im Laufe ihres Lebens ihr Geschlecht wechseln? 

  • Gravierendes Systemversagen

    Yves Moreaux sitzt in einem roten Samtsessel und blickt geradewegs in die Kamera. Er trägt ein helles Hemd, eine braune Lederjacke und eine schwarze Jeans. Daneben stehen weitere rote Samstsessel und im Hintergrund sind Bücherregale und künstvolle Fenster zu erkennen.
    Interview mit

    Interview mit Yves Moreau: Der belgische Professor für Bioinformatik setzt sich seit Jahren für die Einhaltung ethischer Standards in genetischer Forschung ein. Er ist vor allem für seine Kritik an unethischer Forschung an unterdrückten Minderheiten in China bekannt.