Genome Editing

Genome Editing bezeichnet neue molekularbiologische Verfahren, mit denen gezielt Veränderungen in DNA-Sequenzen vorgenommen werden sollen, um Eigenschaften von Menschen, Tieren und Pflanzen zu beeinflussen. Mit den neuen Verfahren ist das Versprechen verbunden, dass einzelne Sequenzen des Genoms - anders als bei klassischen Gentechnik-Verfahren - präzise „umgeschrieben“ würden.

In der Landwirtschaft dienen die neuen Verfahren zum Anlass, Gentechnik umzudefinieren. In der medizinischen Anwendung befeuern die neuen Verfahren alte Machbarkeitsfantasien über die mögliche Eliminierung genetisch bedingter Krankheiten.

Beiträge zu diesem Thema

  • GID-Ausgabe
    255
    vom November 2020

    Klimawandel – Auf der Suche nach Antworten für die Landwirtschaft

    Lösungsansätze aus der Agro-Gentechnik werden in den Debatten um die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel kontrovers diskutiert. Wie steht es um die Entwicklung klima­resistenter Pflanzen mit neuen Gentechniken und welche Vorteile bieten andere Ansätze?

  • Genomeditierter Raps erstmals nachweisbar

    Von
    Pia Voelker , 10. November 2020

    Ist eine Pflanze mit neuen Gentechnikverfahren verändert worden? Diese Frage ist nur schwer zu beantworten. Mit einem neuen Nachweisverfahren lässt sich nun eine Rapssorte der Firma CIBUS identifizieren, mengenmäßig bestimmen und von anderen Sorten unterscheiden.

  • Klimatoleranz: komplex und unverstanden

    Von
    Katharina Kawall , 9. November 2020

    Hitze, Trockenheit, Salze im Boden: Kulturpflanzen müssen sich an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen. Schnelle Lösungen mittels neuer Gentechnikverfahren erscheinen verlockend. Aber die Reaktion von Pflanzen auf Stressfaktoren ist komplex und bisher nicht vollständig erforscht.

  • Freisetzung transgener Mücken in Florida geplant

    Von
    Matthias Juhas ,

    In Florida sollen 750 Millionen gentechnisch veränderte (gv) Tigermücken der Firma Oxitec im Freiland ausgesetzt werden. US-Behörden haben das umstrittene Experiment, bei dem tödliche Gene in die Mücken-Population eingeschleust werden, ab 2021 endgültig genehmigt – gegen den Widerstand von Bürger*innen und Umweltverbänden.

  • Zwei Jahre nach EuGH-Grundsatzentscheidung

    Von
    Pia Voelker ,

    Vor zwei Jahren, am 25. Juli 2018, hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem Grundsatzurteil (Rechtssache C-528/16) klargestellt, dass auch neue Verfahren der Gentechnik unter dem bestehenden EU-Gentechnikrecht zu regulieren sind. Die Politik muss sich für die Entwicklung valider Nachweisverfahren einsetzen und die Regulierung der neuen gentechnischen Verfahren sicherstellen.