Genome Editing

Genome Editing bezeichnet neue molekularbiologische Verfahren, mit denen gezielt Veränderungen in DNA-Sequenzen vorgenommen werden sollen, um Eigenschaften von Menschen, Tieren und Pflanzen zu beeinflussen. Mit den neuen Verfahren ist das Versprechen verbunden, dass einzelne Sequenzen des Genoms - anders als bei klassischen Gentechnik-Verfahren - präzise „umgeschrieben“ würden.

In der Landwirtschaft dienen die neuen Verfahren zum Anlass, Gentechnik umzudefinieren. In der medizinischen Anwendung befeuern die neuen Verfahren alte Machbarkeitsfantasien über die mögliche Eliminierung genetisch bedingter Krankheiten.

Beiträge zu diesem Thema

  • Unsichtbare Gentechnik?

    Von
    Christof Potthof , 21. Mai 2019

    Genome Editing-Verfahren sollen ganz kleine Veränderungen in die Genome von Pflanzen und anderen Organismen einfügen können. Nichtsdestotrotz hinterlassen sie Spuren, die auf verschiedenen Wegen gefunden werden können.

  • Wie seit 30 Jahren: Gentechnik als Gentechnik regulieren

    Von
    GeN ,

    (Berlin, 16. Mai 2019) Heute vor dreißig Jahren wurde in Deutschland erstmals die Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen genehmigt. Diesen Jahrestag nimmt das Gen-ethische Netzwerk (GeN) zum Anlass, um auf aktuelle Entwicklungen in der Agro-Gentechnik aufmerksam zu machen.

  • Den CRISPR-Wettlauf bremsen

    Von
    Isabelle Bartram ,

    Führende Wissenschaftler*innen befürworten einen vorrübergehenden globalen Verzicht auf vererbbares Genome Editing beim Menschen. Eine solche Pause könnte den Raum für eine grundlegegende Debatte über die Risiken der Technologie bieten.

  • Einzel- oder Präzedenzfall?

    Von
    Isabelle Bartram , 28. Februar 2019

    Ein chinesischer Wissenschaftler hat im Alleingang die ersten mittels CRISPR-Cas9 genmanipulierten Kinder erzeugt. Wissenschaft und Öffentlichkeit reagieren schockiert, doch noch ist unklar, ob der Vorstoß zu der notwendigen grundsätzlichen Debatte über vererbbares Genome Editing führen wird.

  • Genetische Kettenreaktion beschränkt

    Von
    Christof Potthof , 27. Februar 2019

    Die internationale Staatengemeinschaft hat im Dezember letzten Jahres Regeln für die Nutzung sogenannter Gene Drive-Organismen aufgestellt. Zivilgesellschaftliche Gruppen kommentieren das Ergebnis der Verhandlungen unterschiedlich.