Genome Editing

Genome Editing bezeichnet neue molekularbiologische Verfahren, mit denen gezielt Veränderungen in DNA-Sequenzen vorgenommen werden sollen, um Eigenschaften von Menschen, Tieren und Pflanzen zu beeinflussen. Mit den neuen Verfahren ist das Versprechen verbunden, dass einzelne Sequenzen des Genoms - anders als bei klassischen Gentechnik-Verfahren - präzise „umgeschrieben“ würden.

In der Landwirtschaft dienen die neuen Verfahren zum Anlass, Gentechnik umzudefinieren. In der medizinischen Anwendung befeuern die neuen Verfahren alte Machbarkeitsfantasien über die mögliche Eliminierung genetisch bedingter Krankheiten.

Beiträge zu diesem Thema

  • Vom Schutzgut zum Zielobjekt

    Von
    Johann Lütke Schwienhorst , 12. Mai 2020

    Die Biene, Symboltier des Naturschutzes, war in der Debatte um die alte Gentechnik ein wichtiges Argument gegen den Anbau gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen. Heute ist sie selbst zum Ziel von gentechnischen Veränderungen geworden: Resistent gegen Pestizide und Milben soll sie sein.

  • Die (gen)editierte Natur?

    Von
    Margret Engelhard , 12. Mai 2020

    Gene Drives und andere gentechnische Anwendungen werden zunehmend im Zusammenhang mit der Biodiversität und dem Naturschutz diskutiert: Grenzen der Risikobewertung und gesellschaftliche Verantwortung.

  • Interessenkonflikte in der Weltnaturschutzorganisation?

    Von
    Judith Düesberg , 12. Mai 2020

    Die Weltnaturschutzorganisation IUCN hat einen Report zu den neuen Biotechnologien im Naturschutz in Auftrag gegeben. Den Verfasser*innen werden nun Voreingenommenheit und Interessenkonflikte vorgeworfen. Einblicke in Prozesse rund um eine aktuelle Naturschutzdebatte.

  • Wir lassen uns nicht verCRISPERn!

    Von
    GeN ,

    (Berlin, 18. Januar 2020) Treffen Sie uns heute auf der Wir haben es satt!-Demo in Berlin und schicken Sie eine Postkarte an die Präsidentin der EU-Kommission Ursula v.d.Leyen.

  • FGU setzt wichtige Impulse für zivilgesellschaftliche Beteiligung

    Von
    GID-Redaktion ,

    Am 11. Dezember fand die Abschlusskonferenz des Pilotprojektes Fachstelle Gentechnik und Umwelt (FGU) statt. Aus diesem Anlass kommentiert das GeN als Mitglied im Beirat der FGU das Projekt.