Polizeiliche DNA-Analyse

AnwältInnenvereinigungen sind sich mit Datenschutzbeauftragten darin einig, dass die Praxis polizeilicher DNA-Erfassung in einem rechtlichen Graubereich stattfindet. Polizeiliche DNA-Datenbanken wachsen und werden international vernetzt. Längst spielen sie nicht nur bei Kapitalverbrechen eine Rolle, sondern auch bei der flächendeckenden präventiven Erfassung auch von Bagatelldelikten wie Diebstahl.

In Hochzeiten sicherheitspolitischer Aufrüstung kritisiert das GeN die Ausweitung forensischer Analysekompetenzen der Polizei. War bis jetzt nur die Identitätsfeststellung erlaubt, fordern neue Gesetzesentwürfe, dass auch die Identifizierung von Verwandten und „biogeografischer Herkunft“ von Verdächtigen erlaubt sein soll. Und auch die kodierenden Anteile der DNA sollen untersucht werden dürfen. Dies soll Aufschluss über das Aussehen von Verdächtigen geben – und macht dabei ganze Bevölkerungsgruppen zu Verdächtigen.

 

Beiträge zu diesem Thema

  • „EU-Datensammelwut versenken!‟

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    (Berlin, 25. August 2011) Das Gen-ethische Netzwerk e.V. Berlin ruft am Stichtag der europaweiten Vernetzung nationaler Polizei-DNA-Datenbanken zur Demonstration vor der Vertretung der EU-Kommission in Berlin auf. (BITTE BEACHTEN SIE: Die Pressemitteilung hier ist gegenüber der per eMail verschickten Version leicht verändert!)

  • Aktion: EU-Datensammelwut versenken

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    ]Das Gen-ethische Netzwerk e.V. Berlin ruft am Stichtag der europaweiten Vernetzung nationaler Polizei-DNA-Datenbanken zum Protest vor der Vertretung der EU-Kommission in Berlin auf.
    + + + 26. August, 12 Uhr, Aktion (Versenkung von einer DNA-Datenbank in einem Kübel voller Speichelproben) vor der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin, Am Pariser Platz/Wilhelmstr. + + + (Pressemitteilung) Bilder von der Aktion finden Sie hier.

  • Infoabend: Jäger und Sammler. DNA-Sammelwut und internationale Vernetzung polizeilicher Datenbanken

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    WANN: Mittwoch, 24.8.2011, 19:30 Uhr WO: Familiengarten, Oranienstr. 34 / Hofgebäude, (U-Bhf. Kottbusser Tor, Bus M 29)
    MIT: Constanze Kurz (Chaos Computer Club) Eric Töpfer (CILIP/Bürgerrechte und Polizei) Sönke Hilbrans (Republikanischer Anwaltsverein) Uta Wagenmann (Gen-ethisches Netzwerk) und Willi Watte
     

  • Willi Watte auf der Flucht

    Von Kristina Geyer, Larissa Henze , 11. Juli 2011

    Bildgeschichte: Ein Wattestäbchen findet zum Protest

  • DNA-Sammelwut stoppen!

    Von Uta Wagenmann , 11. Juli 2011

    Das Gen-ethische Netzwerk hat eine Kampagne gegen die DNA-Sammelwut deutscher Polizeibehörden und gegen die internationale Vernetzung der polizeilicher DNA-Datenbanken gestartet.