EU genehmigt Übernahme von Monsanto

Die Europäische Union hat ihr o.k. zur umstrittenen Übernahme von Monsanto durch den deuschen Chemie-Konzern Bayer gegeben.

Bayer-Industrieanlagen, Leverkusen

Quelle: Pixelio.de / Rike

Der Agrarchemie-Konzern Bayer hat eine weitere Hürde auf dem Weg zur weltweiten Nummer 1 im Bereich Saatgut und Pestizide genommen. Die EU-Kommission hat am 21. März - unter Auflagen - die milliardenschwere Übernahme von Monsanto, dem größten Saatgutkonzern der Welt, durch Bayer erlaubt.

Dutzende zivilgesellschaftliche Gruppen, darunter auch das Gen-ethische Netzwerk, hatten noch einen Tag zuvor die zuständige EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager in einem Offenen Brief aufgefordert, den umstrittenen Deal zu stoppen. Zu befürchten sind weniger Wettbewerb, schwindende Sortenvielfalt sowie zunehmende Abhängigkeit der Bäuerinnen und Bauern.

Schon im vergangenen Jahr hatten sich die Verbände mit der Forderung, die Übernahme nicht zu genehmigen, an die Kommissarin gewandt.

Noch ist die Übernahme nicht in trockenen Tüchern. Weltweit müssen noch weitere Behörden zustimmen, zum Beispiel in den USA und in Indien.

Christof Potthof ist Mitarbeiter im Gen-ethischen Netzwerk und Redakteur des GID.

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28. März 2018

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