Agrobusiness

Bereits heute teilt eine knappe Handvoll Konzerne den internationalen Saatgut- und Agrarmarkt unter sich auf.  Propagiert wird ein Kapital-intensives Landwirtschaftsmodell, das auf Gentechnik, Agrarchemie, Patente und Exportorientierung setzt, obwohl dieses sich längst als nicht zukunftsfähig erwiesen hat. Hunderte Millionen Menschen - gerade auf dem Land - hungern, Biodiversität geht verloren, Ressourcen neigen sich ihrem Ende zu. Die Konzerne stehen Saatgut- und Ernährungssouveränität im Weg.

Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich für eine bäuerliche, soziale und ökologische Landwirtschaft ein. Deshalb engagieren wir uns im Trägerkreis der Kampagne Meine Landwirtschaft, die unter anderem die jährliche Großdemonstration „Wir haben es satt!“ organisiert.

Beiträge zu diesem Thema

  • Alte Anwendung im neuen Gewand

    Von
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    Ein biologischer Mechanismus der Genregulation weckt die Begehrlichkeiten der Agrarindustrie. Über die RNA-Interferenz können gentechnisch veränderte Pflanzen vor Insekten geschützt werden. Nun wird fleißig an RNAi-Pestiziden geforscht. Fragen zu Sicherheit, Regulierung und Nachhaltigkeit werden debattiert.

  • Patente auf Gene sind ‚Lock Down‘ für konventionelle Züchtung

    Von
    GeN
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    (29. Juni 2022) Ein aktuell vom Europäischen Patentamt (EPA) erteiltes Patent zeigt: Das Patentamt lässt auch zufällige genetische Variationen, wie sie beispielsweise durch Sonnenlichtstrahlung ausgelöst werden, mittlerweile als technische Erfindungen gelten. Ein neuer Bericht von NPOS zeigt die Hintergründe auf.

  • Gentechnik zur Armutsbekämpfung?

    Interview mit
    , 24. Mai 2022

    Ein immer wieder aufkommendes Argument ist, dass Gentechnik in Ländern des Globalen Südens zu höherem Wohlstand führen würde. Ist dem wirklich so? Eine Forschungsgruppe hat sich dieser Frage angenommen und am Beispiel von gentechnisch veränderter (gv) Baumwolle in Indien untersucht.

  • Gentechnik ist keine Lösung für die drängenden Probleme in der Landwirtschaft!

    Von
    GeN
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    Zur morgigen Bayer-Hauptversammlung veröffentlichen Vertreter*innen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), des Gen-ethischen Netzwerks (GeN) und der IG Saatgut ihre Kritik am Bayern-Konzern:

  • Landwirtschaft 4.0

    Von
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    Das Konzept der Landwirtschaft 4.0 scheint auf den erst Blick innovativ.  Ein Schritt zu einem Wandel in der Landwirtschaft ist es jedoch nicht. Zu stark ist der Glaube an Wirtschaftswachstum und technologische Lösungen. So werden alternative Ansätze wie die Agrarökologie absorbiert statt umgesetzt und die echten Probleme bleiben unangetastet.