Agrobusiness

Bereits heute teilt eine knappe Handvoll Konzerne den internationalen Saatgut- und Agrarmarkt unter sich auf.  Propagiert wird ein Kapital-intensives Landwirtschaftsmodell, das auf Gentechnik, Agrarchemie, Patente und Exportorientierung setzt, obwohl dieses sich längst als nicht zukunftsfähig erwiesen hat. Hunderte Millionen Menschen - gerade auf dem Land - hungern, Biodiversität geht verloren, Ressourcen neigen sich ihrem Ende zu. Die Konzerne stehen Saatgut- und Ernährungssouveränität im Weg.

Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich für eine bäuerliche, soziale und ökologische Landwirtschaft ein. Deshalb engagieren wir uns im Trägerkreis der Kampagne Meine Landwirtschaft, die unter anderem die jährliche Großdemonstration „Wir haben es satt!“ organisiert.

Beiträge zu diesem Thema

  • Back to the Roots – Ökobaumwolle statt Gentechnik

    Interview mit
    Monika M. Messmer , 4. November 2021

    Über 90 Prozent der angebauten Baumwolle in Indien ist gentechnisch verändert. In der Folge sind traditionelle Baumwollsorten und bäuerliches Wissen verloren gegangen. Ein Schweizer Projekt fördert seit Jahren die partizipative Züchtung von Baumwollsorten für den Ökolandbau.

  • Round´n´Round it goes – Insektizide & Baumwollanbau

    Von
    Judith Düesberg , 4. November 2021

    Als Antwort auf das Wettrüsten zwischen chemischer Agrarindustrie und Schadinsekten wurde Mitte der Neunziger Jahre gentechnisch veränderte Baumwolle entwickelt, die selbständig Insektengifte produziert. Knapp 20 Jahre später sind die Erfolge dieser Entwicklung umstritten.

  • GID-Ausgabe
    257
    vom Mai 2021

    Pestizide – Doppelstandards, falsche Versprechen und echte Alternativen

    Die Auswirkungen von Pestiziden in der Landwirtschaft werden immer problematischer. Wie kann eine Reduktion gelingen, was spielt grüne Gentechnik dabei für eine Rolle und welche Lösungen bieten ökologische Ansätze?

  • Doppelstandards und Pestizid­gefahren im globalen Süden

    Von
    Wiebke Beushausen , 21. Mai 2021

    Von vielen Pestiziden geht eine akute Gefahr für die menschliche Gesundheit aus. Trotzdem ist ihre Anwendung vielerorts nach wie vor möglich. Davon profitiert die deutsche Agrarchemieindustrie, die hochgefährliche und in der EU nicht genehmigte Wirkstoffe im globalen Süden auf den Markt bringt.

  • Gentechnik durch die Hintertür

    Von
    Bernd Rodekohr , 21. Mai 2021

    Die intensive konventionelle Landwirtschaft lässt sich nicht langfristig fortführen. Nun soll die klima- und biodiversitätsschädigende Intensivlandwirtschaft durch RNAi-Pestizide und die Deregulierung der neuen Gentechnik gerettet werden. Das aber könnte das Ende für Transparenz und Wahlfreiheit sein.